Gegen Islamisten
Mali bittet UNO um Erlaubnis für Militär-Intervention
Zuvor hatten sich Mali und die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) im Grundsatz auf die Bedingungen für einen Militäreinsatz verständigt. Für diesen ist derzeit eine 3.000 Mann starke Truppe vorgesehen.
In den kommenden Tagen werde eine ECOWAS-Delegation in Bamako erwartet, um die Einigung zu formalisieren, erklärten die Verteidigungsminister von Mali und der Elfenbeinküste am Sonntag nach einem Treffen mit dem malischen Übergangspräsidenten Dioncounda Traore. Frankreich erklärte sich bereit, im Falle einer Intervention logistische Hilfe zu leisten.
Heiligtümer "im Auftrag Gottes" zerstört
Im Machtvakuum nach dem Putsch gegen den langjährigen malischen Präsidenten Amadou Toumani Toure im März war es Tuareg-Rebellen und mit ihnen verbündeten Islamisten gelungen, den gesamten Norden Malis unter ihre Kontrolle zu bringen. Seitdem wurden die Tuareg-Rebellen jedoch von den Islamisten vertrieben. Gleichzeitig errichteten die Glaubenskrieger in den Städten Timbuktu, Kidal und Gao ein Rechtssystem basierend auf der Scharia.
Aufsehen erregte in diesem Zusammenhang die Zerstörung mehrerer historischer Heiligtümer, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Mitglieder der islamistischen Gruppierung Ansar Dine betonten, sie seien einem "Auftrag Gottes" gefolgt.
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