Pulverfass Sinai

Ägypten: 14 militante Islamisten zum Tode verurteilt

Ausland
24.09.2012 16:23
Ein ägyptisches Gericht hat 14 militante Islamisten zum Tode verurteilt. Ihnen wurden Angriffe auf eine Polizeistation und eine Bank auf der Sinai-Halbinsel vorgeworfen, bei denen im Juni 2011 vier Menschen ums Leben kamen. Sechs weitere Islamisten der Gruppe Al-Tawhid wa Al-Hijra seien von dem Strafgericht der Stadt Ismailiya zu lebenslanger Haft verurteilt worden, berichtete ein Prozessbeobachter.

Vier Angeklagte sprach der Richter frei. Gegen das Urteil können die Verurteilten Berufung einlegen. Laut dem deutschen Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" riefen die Anwesenden Angeklagten nach der Urteilsverkündung Parolen gegen den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi (Bild).

Seit dem Sturz des Jahrzehnte lang regierenden Machthabers Hosni Mubarak im Februar 2011 hat sich die Provinz Nord-Sinai zu einer Hochburg militanter Islamisten entwickelt. Am 5. August waren bei einem Angriff auf ein ägyptisches Militärlager nahe der Grenzstadt Rafah 16 ägyptische Grenzschützer getötet worden. 

Unmittelbar danach kündigte Präsident Mursi eine harte Antwort des Militärs an. Seither führt die ägyptische Armee einen großangelegten Einsatz in der Region durch, die an Israel und den palästinensischen Gazastreifen grenzt.

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