143 Nationen am Start

500 Polizisten schützen den Vienna City Marathon

Wien
17.04.2024 19:00

Bei allen Bewerben des Vienna City Marathon starten Samstag und Sonntag rund 42.000 Läuferinnen und Läufer. 500 Polizisten, darunter  Spezialkräfte diverser Einheiten, schützen die Großveranstaltung.  

Die Direktion Staatsschutz bewertet die Risikolage in Bezug auf Terrorismus in Österreich weiterhin als „hoch“ – was angesichts der explosiven Situation im Nahen Osten wenig verwundert. Großveranstaltungen sind da immer ein heikler Punkt. Um die Sicherheit von Läufern und Zusehern entlang der Strecke zu gewährleisten, schickt die Wiener Polizei am Marathonwochenende mehr als 500 Beamte auf die Straße. Darunter Spezialkräfte diverser Einheiten.

Kein konkreter Gefährdungshinweis
2022 schockten Berichte über mögliche Anschlagspläne des Islamischen Staates (IS) auf den Wien-Marathon. Diese stellten sich aber – zum Glück – als falscher Verdacht heraus. Wie sieht es heuer aus? „Gegen die Veranstaltung liegt kein konkreter Gefährdungshinweis vor“, meint eine Sprecherin der Landespolizeidirektion.

Für den Vienna City Marathon werden am Sonntag im Wiener Stadtgebiet mehrere Straßen gesperrt. (Bild: Mario Urbantschitsch)
Für den Vienna City Marathon werden am Sonntag im Wiener Stadtgebiet mehrere Straßen gesperrt.

Die Exekutive ist zudem für die Sperr- und Umleitungsmaßnahmen zuständig. Im gesamten Wiener Stadtgebiet, insbesondere in der Innenstadt, kann es zu Verzögerungen im öffentlichen sowie individuellen Verkehr kommen. Die ersten Behinderungen beginnen bereits am Freitagabend, wenn der Ring zwischen Stadiongasse und Schottengasse gesperrt wird. Ab Samstagmittag sind weitere Abschnitte der Ringstraße und in Folge der Franz-Josefs-Kai nicht befahrbar, so der ÖAMTC.

Alle Teilnehmer legen am Wochenende über 640.000 Kilometer zurück. (Bild: APA/EVA MANHART)
Alle Teilnehmer legen am Wochenende über 640.000 Kilometer zurück.

16 Umrundungen der Erde in Wien
Zu den Marathonläufen: Im Altersspektrum von fünf bis 84 Jahren laufen die Teilnehmer zusammen an die 640.000 Kilometer, das sind 16 Umrundungen der Erde. Dabei starten sie nahe der UNO-City, passieren das Leichtathletik-Welterbe Prater Hauptallee und die historischen Highlights wie Schloss Schönbrunn und Ringstraße. Das Ziel ist vor dem Burgtheater.

Der Aufbau im Zielbereich des Vienna City Marathon läuft schon auf Hochtouren.  (Bild: ALEXEEV SERGEY)
Der Aufbau im Zielbereich des Vienna City Marathon läuft schon auf Hochtouren. 

Über 20 Kilometer Absperrgitter
115 Behörden und Institutionen sind es, die in bester Kooperation das Gelingen Österreichs größter Laufsportveranstaltung verhandeln. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Bei einem „Krone“-Lokalaugenschein auf dem 110.000 Quadratmeter großen Zielbereich am Rathausplatz erzählte Florian Holecek, Head of Production des Vienna City Marathon: „Über 900 Personen von rund 100 verschiedenen Lieferanten sind mit den Auf-und Abbauarbeiten von 150 Tonnen Material beschäftigt. Über 20 Kilometer Absperrgitter werden errichtet.“

Kathrin Widu, Florian Holecek und Dominik Konrad im Zielbereich am Rathausplatz. (Bild: ALEXEEV SERGEY)
Kathrin Widu, Florian Holecek und Dominik Konrad im Zielbereich am Rathausplatz.

LED-Zieltor spielt alle Stückln
Kathrin Widu, Geschäftsführerin der Vienna City Marathon Group, freut sich auf Läuferinnen und Läufer mit 143 (!) Nationalitäten. Für diese gibt es an 42 Stellen entlang der Marathonstrecke Acts, Anfeuerungen und Aktivitäten. Ein besonderer Höhepunkt ist die Wiener Symphoniker Meile beim Lusthaus. Widu betont: „Wenn Hobbysportler die 42,195 km erstmals wirklich schaffen, gibt es unglaubliche Emotionen an der Ziellinie. Das ist jedes Jahr mein persönliches Highlight.“ Das LED-Zieltor vor dem Burgtheater wird die Gefühle noch einmal verstärken. Auf ihr können persönliche Glückwünsche und Fotos, die vorher von Angehörigen oder Freunden hochgeladen wurden, eingeblendet werden. Die Moderatoren können auch Lieblingslieder der Teilnehmer einspielen.

Dominik Konrad, der sich mit Widu die Geschäftsführung teilt, erzählt: „Wir wollten den Zieleinlauf noch spektakulärer machen, haben lange getüftelt. Jetzt können wir noch viel mehr mit den Teilnehmern interagieren. Die Moderatoren wissen über die Zeitmess-Chips Fakten über jeden Läufer. Es kommt extra ein Team vom Chicago-Marathon, um sich das anzuschauen. Das macht uns schon etwas stolz.“

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