Weltpremiere

Alfa Romeo Milano: Hauptsache Italien?

Motor
11.04.2024 17:11

„Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien“ ist wohl eines der legendärsten Fußballer-Zitate (stammt vom damaligen deutschen Fußballprofi Andy Möller). Warum uns das zur Vorstellung des Alfa Romeo Milano einfällt? Nun, das mit der nationalen Identität ist so eine Sache im internationalen Vielmarkenkonzern Stellantis.

(Bild: kmm)

Okay, spanisch ist er jedenfalls nicht, der Milano, aber seine Plattform zieht sich quer durch die Stellantis-Marken. Immerhin trägt sie auch den neuen Lancia Ypsilon. Anders als dieser soll der Alfa Romeo Milano aber auch in Österreich verkauft werden. Aber der Reihe nach.

114 Jahre mussten vergehen, bis Alfa Romeo zum ersten Mal ein Auto nach seiner Heimatstadt Mailand benannte. Jetzt endlich fielen in der lombardischen Metropole die letzten Hüllen des neuen Milano. Anders also die Millionenstadt ist das Auto aber eher klein – nur 4,17 Meter lang. Und das „Ortsschild“ prangt lediglich an den Seiten zwischen Kotflügel und Türfalz. Am Heck steht in geschwungener Schrift nur „Alfa Romeo“.

(Bild: Alfa Romeo)
(Bild: Alfa Romeo)
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(Bild: Alfa Romeo)
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(Bild: Alfa Romeo)

Von einem „Compact Sports Car“ ist die Rede, „schließlich richtet sich ein Alfa Romeo seit jeher an Menschen, die ihr Automobil außer durch rationale Überlegungen auch unter emotionalen Gesichtspunkten auswählen“, schwärmt das Marketing. Diese Ausrichtung ist an Details zu erkennen, einerseits am Design, andererseits an der Ausstattung, die optional Sabelt-Sportsitze umfasst.

Emotional, ja, aber die Emotionen, die der Milano weckt, werden nicht bei allen Alfisti ausschließlich positive sein. Fest steht: Die Optik ist ziemlich eigenständig, auch wenn die Front aus manchen Blickwinkeln an den Renault Clio erinnern mag. In der Mitte prangt – wie bei allen Alfas – der Scudetto, der Wappenschild, allerdings sehr unklassisch umgesetzt. Er ist diesmal in zwei Versionen (namens Leggenda und Progresso) erhältlich, die beide eher gewöhnungsbedürftig sind. Besonders auffällig an der Front sind die vielen LED-Lichtschlitze, die eher an andere Stellantis-Fahrzeuge als an frühere Alfa Romeos erinnern.

Das Heck erinnert an den Kia EV6, der seine Inspiration aber wiederum aus dem legendären Lancia Stratos zog – insofern darf man den Designern hier durchaus sportlich-emotionale Absichten unterstellen, also gute.

(Bild: Alfa Romeo)
(Bild: Alfa Romeo)
(Bild: Alfa Romeo)
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(Bild: Alfa Romeo)
(Bild: Alfa Romeo)
(Bild: Alfa Romeo)
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(Bild: Alfa Romeo)

Das Cockpit gehört sicher zum Schönsten, was in dieser Klasse derzeit angeboten wird. Ein in Rundinstrument-Tubes integriertes 10,25-Zoll-Display, dazu ein zentraler Touchscreen in der gleichen Größe, der nicht aufgesetzt wurde, sondern harmonisch im Armaturenbrett sitzt. Darunter eine Reihe echter Knöpfe, allerdings keine Drehregler. Auch am Lenkrad keine Touchelemente, sondern echte Tasten. Gut so! Die Einheit mit Fahrwahl- und Fahrmodusschalter & Co kennt man aus anderen Stellanten.

Vernunftgeprägte Antriebe
Das Antriebsportfolio ist eher von Vernunft bestimmt, vor allem der elektrische Part – wobei man da bei der geringen Akkugröße unterschiedlicher Meinung sein kann. Die Stromversion leistet wahlweise 115 kW (156 PS) oder 177 kW (240 PS), verfügt aber lediglich über einen 54 kWh großen Akku mit einer maximalen Ladeleistung von nur 100 kW. Mit dem schwächeren Motor verspricht er eine WLTP-Reichweite von rund 410 km, der stärkere dürfte weniger als 400 Kilometer weit kommen.

Auch ein Benziner ist erhältlich. Er heißt Ibrida (zu Deutsch: Hybrid) und kombiniert einen 1,2 Liter großen 136-PS-Dreizylinder mit einem 21-kW-Elektromotor zu einem 48-Volt-Hybrid-System, der in das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe integriert ist. Der Ibrida soll später auch mit elektrifiziertem Allradantrieb nachgereicht werden.

Spaß kommt aus dem Fahrwerk
Für den Milano stehen zwei Fahrwerke zur Wahl. Das Spitzenmodell in der Ausstattungsversion Veloce verfügt über ein 25 mm tiefergelegtes Sportfahrwerk, verstärkte Stabilisatoren an Vorder- und Hinterachse, Sportbremsanlage mit Vierkolben-Monobloc-Sätteln und 380 Millimeter großen Bremsscheiben an der Vorderachse, ein mechanisches Torsen-Sperrdifferenzial und Reifen im 20-Zoll-Format.

Innere Werte
Die Strom-Variante verfügt über einen 400 Liter großen Kofferraum, der durch einen Frunk für das Ladekabel ergänzt wird. Was die Elektronik betrifft, gibt es automatisiertes Fahren auf Level 2, ein automatisches schlüsselloses Zugangssystem und ein Bediensystem, das ChatGPT integriert.

Preise Alfa Romeo werden in Kürze zum Bestellstart bekannt gegeben.

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