Der Bub hatte sich gemeinsam mit seinen Eltern, den Großeltern und seiner Tante im Haus des Urgroßvaters befunden. Um etwa 13.20 Uhr fand er dort in einem begehbaren Schrank ein abgelegtes Kleinkalibergewehr, so Bezirkspolizeikommandant Oberstleutnant Emmerich Schedl am Dienstag.
Der Bub habe das Flobertgewehr genommen und versucht, den Abzug zu betätigen. Nachdem sich dieser nicht betätigen ließ, habe er an der Waffe hantiert und dabei offenbar den Sicherungshebel gelöst, erklärte Schedl. Gerade in dem Moment, als seine 21-jährige Tante nach dem Neffen sah, löste sich ein Schuss.
"Es war ein Unglücksfall"
Die Frau wurde von dem Projektil des Kalibers 22 in den Kopf getroffen. Ein Notarzthubschrauber flog die 21-Jährige in das Wiener SMZ Ost. Ihr Zustand war nach Informationen der Ärzte vom Dienstagvormittag lebensbedrohlich, berichtete Schedl.
Die Erhebungen nach dem Zwischenfall seien noch nicht abgeschlossen. "Wir müssen mit allen Personen, die im Haus anwesend waren, sprechen und das Ganze noch überprüfen", sagte der Bezirkspolizeikommandant. Derzeit deute jedoch nichts daraufhin, dass sich der Vorfall anders abgespielt haben könnte: "Es war ein Unglücksfall", betonte der Bezirkspolizeikommandant.
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