Fahnenflucht-Aufruf
Ex-Premier aus Exil: “Assad-Regime vor dem Kollaps”
Es war Hidschabs erster öffentlicher Auftritt, seit er in der Vorwoche zu den Rebellen übergelaufen war und sich dann nach Jordanien abgesetzt hatte (siehe Infobox). Aufgrund seiner Erfahrung könne er sagen, dass die Führung angeschlagen sei, so der Ex-Premier. Er rief die Aufständischen auf, ihren Kampf fortzusetzen, und drängte die Armee, ihre Waffen nicht gegen die eigene Bevölkerung zu richten.
Kein Posten nach "Befreiung Syriens"
Zugleich versicherte Hidschab, er habe weder jetzt noch nach der "Befreiung Syriens" Interesse an einem Posten. Der frühere Landwirtschaftsminister, der erst Anfang Juni zum Regierungschef berufen worden war, habe nach eigenen Worten die Entscheidung zur Flucht am 5. August getroffen, nachdem er die Hoffnung auf eine Änderung des "brutalen und korrupten Regimes" verloren habe.
Das US-Finanzministerium hob indessen die gegen Hidschab verhängten Sanktionen auf, da er nicht länger der Regierung angehöre. Die Schweiz wiederum sprach gegen weitere 25 Syrer - größtenteils hohe Militärs - Reiseverbote aus und fror deren Vermögen ein. Außerdem wurde drei weiteren syrischen Firmen verboten, in dem neutralen Land Geschäfte zu machen.
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