14.08.2012 13:08 |

"Mars statt Mond"

Romney attackiert China und frotzelt wegen All-Mission

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat hat bei einer Wahlkampfveranstaltung scharfe Attacken gegen China geritten und damit für Aufruhr im bevölkerungsreichsten Land der Welt gesorgt. Der Herausforderer von Barack Obama glorifizierte die US-Olympioniken und machte sich über Chinas Mond-Mission lustig.

"Wir sind gerade auf dem Mars gelandet", sagte Romney bei der Veranstaltung im Südosten Floridas am Montag. "Die Chinesen planen eine Reise auf den Mond. Ich hoffe, sie schaffen es und sehen unsere Flagge, die wir vor 43 Jahren hingebracht haben." Für seinen Seitenhieb erntete der Republikaner tosenden Beifall.

"Chinesen manipulieren Währung"
Auch beim Thema Wirtschaft schoss der 65-Jährige Giftpfeile in Richtung China. "Wir müssen hart durchgreifen gegen Nationen, die sich nicht an die Regeln halten. Wenn China unsere Technologie klaut, unser geistiges Eigentum und unser Know-how, wenn die Chinesen ihre Währung manipulieren, dann werden wir sagen: 'So nicht!' Betrug muss Konsequenzen haben", so Romney.

Die USA und mehrere europäische Länder kritisieren seit Langem, dass China absichtlich den Wert seiner Währung niedrig hält, um seinen Exporteuren einen unfairen Vorteil auf den internationalen Märkten zu verschaffen.

"Immer noch größte Nation der Welt"
Die USA seien "immer noch die größte Nation der Welt", so Romney. "Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die uns gegenüber sehr kritisch sind, die meinen, unsere besten Tage seien vorbei. Hey, wir sind die Nation, die kürzlich bei den Olympischen Spielen in London am meisten Medaillen gewonnen hat!"

China hat bereits auf Romneys Attacken reagiert und von "unverantwortlichen" sowie "politisch motivierten" Aussagen gesprochen. Außerdem teilte Peking mit, dass die Beziehungen zu den USA auf diese Art und Weise zerstört werden könnten.

Wahlkampf in Lokal eines Drogenschmugglers
Nach der Veranstaltung im Südosten Floridas reiste Romney nach Miami weiter und trat dort vor seine Wähler - ausgerechnet im Restaurant eines verurteilten Drogenschmugglers. Der Chef von "El Palacio de los Jugos" war 1999 zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Medienberichten zufolge war der Mann einer von zwölf Personen, die 1997 vor Gericht standen, nachdem die Polizei knapp 1.300 Kilogramm Kokain in Häfen in Florida beschlagnahmt hatte.

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).