Seit dem Start der Messe im Jahr 2002 müssten sich die Organisatoren mit Spieleherstellern und deren kaum bekleideten Messebabes herumschlagen, berichtet Yu Kun vom Organisationskommitee gegenüber der "Global Times". "Da Jugendliche unsere Hauptzielgruppe sind, wollten wir ihnen nicht die falsche Botschaft vermitteln", so Yu.
Daher habe man für dieses Jahr einen Dresscode eingeführt. Miniröcke und Hotpants dürfen nicht mehr unterhalb der Hüfte getragen werden, außerdem ist Unterwäsche nun Pflicht. Bikinis und rückenfreie Kleidung hingegen bekommen die Besucher nicht mehr zu sehen.
Ein Model zu sexy unterwegs
Die über zwanzig Modelagenturen, die Betreuerinnen für die Stände aussenden, mussten den Regeln im Vorfeld zustimmen - bei Zuwiderhandlung drohte eine Strafe von bis zu 150.000 Yuan (19.000 Euro). Ein Model hat es laut Bericht erwischt: Sie stellte die Göttin Athene im kurzen weißen Kleid mit großem Ausschnitt und Blick auf ihre Unterwäsche dar. Sie wurde des Geländes verwiesen, ihre Agentur und der zuständige Spielehersteller Zqgame.com aus China wurden mit Strafen belegt.
Die neuen Regeln galten auch für Besucherinnen, eine Dame in fleischfarbener Unterwäsche und schulterfreiem Top sei ebenfalls vom Messegeländer komplimentiert worden, so die "Global Times". Insgesamt besuchten in diesem Jahr trotz der neuen Kleiderordnung 170.000 Menschen die ChinaJoy, die von 25. Juli an vier Tage lang in Shanghai stattfand.
Symbolbild
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