Was für eine Rallye! Während der Mühlviertler Simon Wagner zum Sieg raste, schieden sein Bruder Julian und auch Jännerrallye-Sieger Michael Lengauer nach Unfällen aus. Zum Glück blieben alle Beteiligten unverletzt. Im Fokus stand im Rebenland aber auch ein auf den Boliden verewigtes Foto des kleinen Nils.
„Ich wollte aufgrund der nassen Fahrverhältnisse ein bisschen Tempo rausnehmen, das war leider der Fehler“, sagt der Mühlviertler Julian Wagner, der sich bis zur 13. Sonderprüfung der Rebenland-Rallye einen beinharten Kampf mit seinem Bruder Simon geliefert hatte. Ehe er bei einer Kurve die Kontrolle verlor und seinen Skoda über einen Abhang aufs Dach verfrachtete. Julian und seine Beifahrerin Hanna blieben wie zuvor auch Jännerrallye-Sieger Michael Lengauer (Ausfall auf SP 12) zum Glück unverletzt. Der finanzielle Schaden des BRR-Skodas konnte noch nicht wirklich abgeschätzt werden.
„Erwiesen ihm letzte Ehre“
Beim genaueren Blick auf sein Auto sind die ganzen Dellen aber nur nebensächlich. Denn ein Foto von einem kleinen Jungen namens Nils mit dem Text „Ich denke an euch und ihr an mich. Jetzt geht es mir gut, vergesst das nicht.“ sorgte für Gänsehaut. „Fast alle Fahrer erwiesen ihm die letzte Ehre“, erzählt Julian. Der traurige Hintergrund: Bei Nils, dem Sohn von Ex-Vizeeuropameister Sepp Wiegand, wurde vor fünf Jahren Krebs diagnostiziert, vor knapp eineinhalb Wochen verlor der tapfere Junge aber den Kampf und verstarb mit gerade einmal zwölf Jahren. Im Rebenland bestritt Nils nun symbolisch seine letzte Rallye.
Dreifach-Champ siegte souverän
Die leider von Ausfällen geprägt war, denn vor Julian Wagner und Michi Lengauer hatte sich bereits am ersten Tag auch Hermann Neubauer verabschiedet. Womit der Weg für Dreifach-Staatsmeister Simon Wagner endgültig frei war, raste der Mühlviertler, der sich auf SP 14 sogar einen Reifenplatzer leisten konnte, zu seinem dritten Rebenland-Sieg vor Luca Waldherr und Evergreen Raimund Baumschlager.
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