"Fluchte nur"

Mann im Rollstuhl musste Dieb beim Plündern zusehen

Österreich
29.07.2012 12:21
Selbst hartgesottene Ermittler schütteln den Kopf ob der Kaltschnäuzigkeit eines Einbrechers im niederösterreichischen Krems. Denn obwohl das Opfer – ein 71-Jähriger im Rollstuhl – zu Hause war, ließ sich der Täter nicht stören: "Er fluchte nur und suchte weiter nach Beute."

Per Notruf hatte Peter O. kurz vor 15 Uhr die Polizei alarmiert. Ein Fremder sei in sein Haus eingedrungen. Wenig später trafen drei Streifenwagen vor Ort ein, doch der Einbrecher hatte bereits das Weite gesucht.

Was das Opfer – der 71-Jährige sitzt seit einem Schlaganfall im Rollstuhl – dann zu Protokoll gab, schockte sogar den erfahrenen Beamten: So habe es erst an der Gartentür geklingelt, die O. jedoch vom Rollstuhl aus nicht öffnen kann. Er verhielt sich ruhig, hörte dann ein Poltern vorm Toilettenfenster. 

Plötzlich riss ein Fremder die WC-Tür auf, sah den Rollstuhlfahrer und stieß einen Fluch aus. Zwar beteuerte O. noch, dass aufgrund seiner Erkrankung bei ihm nichts zu holen sei. Dennoch stöberte der Unbekannte im Obergeschoß nach Wertsachen, während der Pensionist bereits die Polizei rief. Unklar ist noch, was der Täter erbeutet hat.

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