03.08.2012 16:00 |

Kurzes Vergnügen

Gar nicht cool: "Ice Age 4: Die arktischen Spiele"

Während Athleten aus aller Welt bei den Olympischen Spielen in London schwitzen, herrscht bei Manny, Sid und Co. Eiszeit: In "Ice Age 4: Voll Verschoben – Die arktischen Spiele" liefern sich die beliebten Charaktere des Animationsfilms ihren ganz eigenen sportlichen Wettkampf.

"Ice Age 4: Voll Verschoben – Die arktischen Spiele" hat mit dem in den Kinos laufenden Animationsfilm bis auf die Charaktere nur wenig gemein und ist daher auch kein "Spiel zum Film" im klassischen Sinn. Wer nun allerdings hofft, dass der Titel deswegen mehr zu bieten hat als die gewöhnliche "Filmverspielung", wird schnell eines Besseren belehrt.

"Die arktischen Spiele" erzählt die Geschichte von Manny und seiner Herde und wie diese mit einer Bande gefährlicher Piraten um einen versteckten "Schatz" streitet: einen Haufen Obst. Da man sich nicht einigen kann, wie dieser gerecht geteilt werden soll, entscheidet man sich kurzerhand dafür, den Gewinner durch einen sportlichen Wettstreit zu ermitteln.

Wie der Titel des Spiels bereits erahnen lässt, geht es dabei eher winterlich zur Sache: Zur Auswahl stehen Disziplinen wie Berg-Driften (Slalom), Stil-Springen (Skikunstspringen), Panzerspiele (Curling) oder Schlitterpartie (Bob). Hinzu gesellen sich weitere Herausforderungen wie Klempnerei oder die Nussschleuder, denen allerdings keine reale, geschweige denn olympische Disziplin Vorbild stand.

Insgesamt zehn Wettbewerbe stehen zur Auswahl, sie können alleine oder zu zweit absolviert werden, und zwar jeweils jeder einzeln für sich oder in Form eines Turniers. Leider ist der Spielumfang damit alles andere als üppig: Nach allerspätestens einer Stunde hat man alle Disziplinen durch, realistischer sind im Schnitt jedoch 30 bis 45 Minuten.

Die Disziplinen an sich sind durchaus spaßig, wenngleich der Schwierigkeitsgrad teils stark schwankt. Während bestimmte Aufgaben in der Kinect-Version für die Xbox 360 vom Spieler nicht mehr verlangen, als sich zur Seite zu lehnen, sich zu ducken, zu springen oder mit den Armen zu lenken, setzen andere deutlich komplexere Bewegungsmuster voraus.

Dabei kann es zu Problemen mit der Microsoft'schen Bewegungssteuerung kommen. Da die Mehrheit der Disziplinen aber vergleichsweise simpel gehalten ist, funktioniert das Steuern mittels Geste aber meist zuverlässig. Präzision am Rande der Perfektion darf man sich jedoch nicht erwarten.

Auch in Bezug auf ihre Optik verdienen sich "Die arktischen Spiele" keinen Oscar. Die Zwischensequenzen sind zwar nett anzusehen - und stellenweise sogar richtig komisch - und die beliebten Filmcharaktere auch eindeutig als solche zu erkennen, mehr eben aber auch nicht. Immerhin: Für die Synchronisierung von Faultier Sid konnte mit Friesen-Komiker Otto die Originalstimme gewonnen werden.

Fazit: Mit "Ice Age 4: Voll Verschoben – Die arktischen Spiele" bestätigt sich leider einmal mehr, dass von Spielen zum Film nur wenig zu erwarten ist. Man muss das Mammut eben melken, solange es Milch gibt. Oder anders gesagt: Hier wird einmal mehr versucht, aus einer bekannten Marke Profit zu schlagen. Per se ist das nicht schlimm, wenn die Spielzeit aber wie im Fall von "Die arktischen Spiele" nicht mal eine volle Stunde erreicht und der Titel nach dem einmaligen Durchspielen keine weiteren Anreize bietet, ist das angesichts des Preises ärgerlich und allerhöchstens für Fans des Animationsfilms interessant.

Plattform: Xbox 360 (getestet, benötigt Kinect), PS3, PC, Wii, 3DS, DS
Publisher: Activision
krone.at-Wertung: 4/10

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