Der vordere Teil des alten Hauses war seit Jahren unbewohnt, der Rest jedoch bewirtschaftet, auch der Stall wurde genutzt. Der Besitzer hatte am frühen Nachmittag auf dem Dach Flämmarbeiten durchgeführt, als der Brand ausbrach.
"Es ging alles sehr schnell", berichtete Firtz Foidl, Einsatzleiter der Feuerwehr. "Ein Funke dürfte ins Innere gefallen sein. Der alte Hof brannte wie Zunder. Er stand binnen Minuten in Vollbrand. Der Besitzer konnte sich nur durch einen Sprung vom Dach in Sicherheit bringen." Zusammen mit zu Hilfe geeilten Nachbarn wurden die verbliebenen Tiere aus dem Stall getrieben – der restliche Bestand befindet sich auf der Alm.
Florianis kämpften elf Stunden gegen das Feuer
Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, denn es mussten erst rund 400 Meter lange Löschleitungen zu einem Fischteich, der ebenfalls dem Hausbesitzer gehört, gelegt werden, erzählte Foidl: "Das war gar nicht so einfach. Es waren vier Tankwagen im Einsatz, die mussten erst einmal mit Löschwasser befüllt werden." 120 Mann der Feuerwehren Hochfilzen, Fieberbrunn, St. Jakob, Flecken, St. Ulrich, Waidring und St. Johann standen im Einsatz.
Erst nach elf Stunden konnte das Feuer endlich gelöscht werden: "Wir wurden um 13.30 Uhr alarmiert, 'Brand aus' wurde gegen 0.30 Uhr gegeben. Sehr viel Arbeit verursachten die brennenden Heuballen, die im Stall gelagert waren, an die 250 Stück. Wir mussten sie mit Baggern herausholen, zerlegen und einzeln löschen. Einige brannte einen Tag später noch." Das alte Bauernhaus konnte nicht mehr gerettet werden, lediglich ein kleines benachbartes Häuschen.
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