Wien-Flüge betroffen

Radarpanne sorgt für Chaos am Münchner Airport

Ausland
06.07.2012 20:27
Wegen eines defekten Radarsystems ist es am Flughafen München am Freitag zu erheblichen Verzögerungen und Flugausfällen gekommen. Auch Wien-Flüge waren betroffen: Flyniki musste einen Flug streichen, ein Lufthansa-Mittagskurs Wien-München verspätete sich um Stunden. AUA-Flüge nach und von München waren nicht betroffen, es mussten aber auch etliche AUA-Maschinen auf Deutschland- und anderen Europaflügen ab Mittag den bayerischen Luftraum großräumig umfliegen.

Da die Deutsche Flugsicherung normalerweise den gesamten Luftraum über Bayern steuert, war von dem Ausfall eines Radars in der Münchner Kommandozentrale auch der Überflugverkehr über Bayern betroffen. Die Flugsicherung konnte den Flugverkehr nicht mehr über Bayern führen - so wurden die Maschinen umgelenkt.

Ab 12.45 Uhr waren stundenlang keine Abflüge aus München möglich. Auch bei den Landungen kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen. Es gab mehrere Annullierungen und eine Reihe von Verspätungen. Wegen der Probleme fiel auch ein deutsch-französisches Ministertreffen aus.

"Da ging gar nichts"
Der Ausfall der Anlage habe gut zwei Stunden gedauert, teilte die Deutsche Flugsicherung mit. Deutschlands zweitgrößter Airport musste einem Flughafensprecher zufolge in dieser Zeit komplett gesperrt werden. "Da ging gar nichts." Der Fehler sei aber seit 15 Uhr behoben, und der Airport arbeite wieder, allerdings nur mit der Hälfte der Kapazität, hieß es am Abend.

Üblicherweise starten und landen in München 1.100 Maschinen am Tag. Größer ist in Deutschland nur der Frankfurter Flughafen. An beiden Drehkreuzen ist die deutsche AUA-Mutter Lufthansa die größte Airline.

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