„Aktion scharf“

Polizei verstärkt Alkoholkontrollen im Fasching

Tirol
06.02.2024 18:00
Porträt von Tiroler Krone
Von Tiroler Krone

Nach bereits zwölf Unfällen unter Alkoholeinfluss, bei denen 18 Personen zum Teil schwer verletzt wurden, kontrolliert die Tiroler Polizei in den nächsten Tagen nun verstärkt die Verkehrsteilnehmer. Den Faschingshöhepunkt nehme man zum Anlass, um an die Vernunft zu appellieren.

In den nächsten Tagen erreicht der Fasching seinen Höhepunkt. Bis zum Faschingsdienstag finden zahlreiche Bälle, Umzüge oder andere Veranstaltungen statt. Diese Zeit will die Tiroler Polizei nun zum Anlasse nehmen, verstärkt auf Alkoholkontrollen in allen Bezirken zu setzen.

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Ziel der Kontrollen ist es, Fahrten im alkoholisierten oder durch Drogen beeinträchtigten Zustand und daraus resultierende Unfälle möglichst zu vermeiden, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer weiter zu verbessern.

Günther Salzmann, Kommandant der Landesverkehrsabteilung

Im heurigen Jahr ereignete sich in Tirol bereits zwölf Unfälle unter Alkoholeinfluss, bei denen 18 Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Die Lenker waren zum Teil erheblich beeinträchtigt. „Ziel der Kontrollen ist es, Fahrten im alkoholisierten oder durch Drogen beeinträchtigten Zustand und daraus resultierende Unfälle möglichst zu vermeiden, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer weiter zu verbessern“, erklärt Günther Salzmann, Kommandant der Landesverkehrsabteilung.

Unfallrisiko

  • Schon bei 0,2 Promille lässt die Wahrnehmungsfähigkeit nach - besonders gefährlich bei Autofahrten im Dunkeln. Die Risikobereitschaft steigt an, währenddessen Konzentrations-, Kritik- und Urteilsfähigkeit sinken.
  • Bei 0,5 Promille hat man schon erhebliche Probleme mit der Konzentration und der Aufmerksamkeit. Geschwindigkeiten können nicht mehr richtig eingeschätzt werden. Man reagiert langsamer und ungenauer. Gleichgewichtsstörungen treten auf. Erste Anzeichen von Enthemmung setzen ein. Das Unfallrisiko ist bereits doppelt so groß wie bei 0,1 Promille.
  • Ab 1 Promille ist die Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt. Die Sehleistung ist um 25% reduziert, das Blickfeld verengt sich (Tunnelblick). Die Reaktionszeit ist um mehr als 50% vermindert. Starke Gleichgewichtsstörungen und Verwirrtheit treten auf. Es werden deutlich mehr Fehler gemacht als im nüchternen Zustand. Das Unfallrisiko liegt beim 6,5-fachen über dem Normalwert.

Subjektiv fühle man sich sicher und risikobereit - ist sich aber nicht bewusst, dass die Unfallgefahr mit jedem Schluck drastisch steigt, so die Polizei. Zudem würden viele Lenker vergessen, dass nach übermäßigem Alkoholgenuss am Abend bzw. in der Nacht, dieser nicht binnen weniger Stunden wieder abgebaut werde. 

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