Als Dirigent und Komponist ist Gerd Kühr von Guatemala bis Russland bekannt. Nun wurde er mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet.
Gerd Kühr, geboren 1952, wuchs in Maria Luggau auf, studierte am Mozarteum in Salzburg und in Köln Komposition, absolvierte auch ein Dirigierstudium, wurde Professor an der Musikuni Graz.
Sein internationaler Durchbruch gelang mit der Uraufführung der Oper „Stallerhof“, nach einem Libretto von Franz Xaver Kroetz, 1988 bei der
ersten Münchener Biennale.
Wenn sich Kunst, unabhängig von ihren ästhetischen Ansprüchen und Möglichkeiten, nicht als unmittelbarer Ausdruck der Gesellschaft, im weitesten Sinne politisch versteht - und diesen Anspruch haben zuallererst die Schaffenden selbst zu stellen -, wird sie dekorativ, ersetzbar, letztendlich bedeutungslos: Sie verliert ihren Sinn
Gerd Kühr am Montag in seiner Dankesrede
1999 folgte die Oper „Tod und Teufel“ (Libretto von Peter Turrini) am Opernhaus Graz.
Gerd Kühr wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, erhielt den Österreichischen Kunstpreis für Musik, den Andrzej-Dobrowolski-Kompositionspreis des Landes Steiermark, das „Große Goldene Ehrenzeichens des Landes Kärnten“, das Ehrenzeichen des Landes Steiermark für Wissenschaft, Forschung und Kunst...
„Wir feiern heute einen großen Künstler, einen Beschreiter neuer Pfade, einen Meister seines Fachs, der über die Grenzen seines Metiers hinausdenkt, und damit einen würdigen Träger der höchsten künstlerischen Auszeichnung, die die Republik Österreich zu vergeben hat“, so Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer anlässlich der Überreichung am Montag. Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert.
„Musik ist für mich auch eine Botschaft gegen die Armut an Fantasie.
Ein Mensch, der dadurch geprägt ist und sich bewusst damit befasst,
trifft im Alltag andere Entscheidungen, davon bin ich überzeugt!“, so Gerd Kühr auf seiner Homepage.
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