Sinkende Produktivität, hohe Kosten: Betriebe beklagen Wettbewerbskiller. Denn es stehe nicht weniger auf dem Spiel, als unser Wohlstand, so der Präsident der Industriellenvereinigung.
Mit klaren Forderungen gehen die blau-gelben Industriebetriebe in das heurige Jahr. Das Ziel: Die Wettbewerbsfähigkeit in Österreich zu stärken. Und das sei dringend notwendig, wie der Präsident der heimischen Industriellen- vereinigung (IV), Kari Ochsner, betont: „Es steht nicht weniger auf dem Spiel als unser Wohlstand, unsere Lebensqualität und letztendlich der gesamte Sozialstaat.“
Enormer Wettbewerbsnachteil
Daher hat die IV NÖ einen Zehn-Punkte-Katalog erarbeitet, der den Industriestandort stärken soll. Denn der Reformbedarf sei enorm. „Die im internationalen Vergleich stark steigenden Personalkosten sind bei sinkender Produktivität ein giftiger Cocktail, der zu einem enormen Wettbewerbsnachteil führt“, betont Johann Eggerth, Geschäftsführer des Glasverpackungs- herstellers Vetropack, der auch in Pöchlarn im Bezirk Melk produziert.
1.Wettbewerbsfähige Energiepreise
2. Sicherstellung einer ausreichenden und stabilen Energieversorgung, Ausbau der Netz-Infrastruktur & Beschleunigung von Genehmigungsverfahren
3. Senkung der Steuern- und Abgabenquote, um Investitionen anzukurbeln
4. Senkung der Lohnnebenkosten
5. Breiter gesellschaftlicher Diskurs zum Thema Leistung
6. Leistung muss sich lohnen
7. Gezielte Migration von Fach- und Arbeitskräften als Schlüsselfaktor für einen wettbewerbsfähigen Standort
8. Weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung im öffentlichen Sektor
9. Anreize für Investitionen in die grüne Transformation
10. Abschluss internationaler Handelsabkommen
Wohlstand erhalten
Wesentlich seien etwa wettbewerbsfähige Energiepreise. „In Österreich gehören diese zu den höchsten in Europa“, so Ochsner, der zielgerichtete Maßnahmen wie die international übliche Strompreiskompensation bis 2030 fordert. Zudem brauche es dringend eine Senkung der Steuer- und Abgabenquote von 43 auf 40 Prozent und einen breiten Diskurs zur Leistung: „Dieser muss bereits in der Schule beginnen. Jugendliche müssen verstehen, dass der vor Generationen erarbeitete Wohlstand nur durch eigenen Einsatz erhalten werden kann.“
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