In einem steirischen Hühnermast-Betrieb wurden etliche Tiere von einem Traktor überfahren und einfach ihrem Schicksal überlassen. Die Verantwortlichen des Betriebs - Vater und Sohn - stehen deswegen bald vor dem Strafrichter.
Bei diesen Bildern läuft es einem eiskalt über den Rücken: Mit einem Traktor rast der Mitarbeiter eines steirischen Hühnermastbetriebs mit AMA-Gütesiegel durch einen Stall, zermalmt ohne Rücksicht auf Verluste etliche Tiere. Manche zucken noch vor Schmerzen, und schleppen sich weiter, doch anstatt sie zu erlösen, werden sie ihrem traurigen Schicksal überlassen. Tierschützer des Verein gegen Tierfabriken (VGT) veröffentlichten diese und viele weitere schockierenden Szenen, brachten sie an die Öffentlichkeit.
Weitere skandalöse Szenen aus steirischen AMA-zertifizierten Ställen kamen ans Tageslicht. Auch die Staatsanwaltschaft Graz schaltete sich ein.
Auch AMA steht im Visier der Justiz
Mittlerweile ist klar: Im Fall des Traktor-Skandals müssen sich die Stall–Betreiber – Vater und Sohn – am 7. März vor dem Strafrichter verantworten. „Die Staatsanwaltschaft Graz hat einen Strafantrag eingebracht“, bestätigt Sprecher Christian Kroschl auf „Steirerkrone“-Anfrage. Gegen einen weiteren Betreiber wurden die Ermittlungen eingestellt, jene gegen zwei weitere Ställe sind noch am laufen.
Der renommierte Anwalt und Tierschützer Gerald Ruhri hat nach dem Auffliegen der Wahnsinns-Zustände auch Anzeige gegen die AMA wegen Betrugs erstattet. „In diesem Fall sind wir dabei, einen Anfangsverdacht zu prüfen“, sagt Kroschl. Ausschlaggebend dafür ist der Ausgang der vorangenannten Verfahren.
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