So, 22. Juli 2018

Nachzipf

22.06.2005 12:21

Nachhilfe ist schon wieder teurer geworden

Nicht mehr lang bis die Sommerferien beginnen. Schüler, die einen oder mehrere Fleck im Zeugnis haben, sollen zunächst die Ferien genießen, rät die Arbeiterkammer. Im August sollten sie dann mit neuer Kraft für den Nachzipf zu lernen beginnen. Was für Nachhilfe heuer verlangt wird, hat die AK im Mai und Juni in Wien und Umgebung erhoben.

Private Nachhilfe ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent billiger geworden: Heuer kostet eine Stunde Nachhilfeunterricht zwischen zehn und 35 Euro, wobei Nachhilfe in Mathematik und technischen Fächern im Schnitt am teuersten ist. Eine private Nachhilfestunde kostet durchschnittlich rund 18 Euro.  

Wer sein Kind in ein Lerninstitut geben will, muss heuer tiefer ins Geldbörsel greifen als im Vorjahr: Die Preise für 60 Minuten Einzelunterricht sind gegenüber 2004 um zwei Prozent gestiegen. Eltern zahlen somit für eine Stunde Einzelnachhilfe im Lerninstitut zwischen 14 und 80 Euro. Pauken in Kleingruppen wurde auch teurer. Die Preise sind gegenüber dem Vorjahr um knapp sechs Prozent in die Höhe gegangen: Für eine Stunde Nachhilfeunterricht wird in einer Kleingruppe zwischen fünf und 48 Euro berechnet.  

In Intensivkursen kann für eine Nachprüfung gelernt werden, aber Jugendliche können sich hier auch auf die nächste Klasse vorbereiten oder ihr Wissen auffrischen. 60 Minuten Einzelunterricht kosten um 10,2 Prozent mehr als im Vorjahr und machen zwischen 11,50 und 36,44 Euro aus. Der Unterricht in Kleingruppen ist ebenfalls um 10,6 Prozent kostspieliger geworden. Eltern müssen mit zwei bis knapp 30 Euro für eine Stunde Unterricht kalkulieren.  

Tipps der Konsumentenschützer:

  • Mehrere Angebote einholen und die Preise vergleichen.
  • Freunde oder Bekannte nach guten Erfahrungen mit Nachhilfelehrern fragen.
  • Auf die Anzahl und Dauer der Unterrichtseinheiten achten – eine Unterrichtseinheit bedeutet nicht immer 60 Minuten, sondern kann auch kürzer sein.
  • Beim Gruppenunterricht nachfragen, in welchem Alter die Kinder sind. Der Lernerfolg ist meist schlechter, wenn das Alter der Kinder ungleich ist.

Die Konsumentenschützer haben die Preise für den privaten Nachhilfeunterricht bei 187 Anbietern, die Preise für Einzel- und Gruppenunterricht in Lerninstituten bei 70 Anbietern sowie für Intensivkurse bei 64 Anbietern in Wien und im Wiener Raum erhoben.

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