Niederösterreichs Grüne sehen in Sven Hergovichs Kritik an Leonore Gewessler eine „Entgleisung“ und üben Kritik. Der im weiten Land für den Verkehr zuständige Landesvize Udo Landbauer (FPÖ) ortet indes bereits Verbesserungen.
Das Beste aus beiden Welten versprach die schwarz-grüne Bundesregierung zum Amtsantritt. Die rund 330.000 Pendler in Österreichs größtem Bundesland erhofften sich vor allem Verbesserung im öffentlichen Verkehr. Zumindest in puncto Wartezeiten ist das auch im vergangenen Jahr der Bundesregierung noch nicht geglückt. Von Jahr zu Jahr – so bemängelte nun die SPÖ – warteten die blau-gelben Zugfahrer nämlich immer noch länger an den Bahnsteigen im Land.
Sogar Leonore Gewessler kann mit ihrem großen Ausbaupaket nicht den Sauhaufen wieder richten, den Christian Kern und Co. hinterlassen haben.
Georg Ecker, Verkehrssprecher der Grünen
Hergovich kritisierte Gewessler
Wie berichtet, schob SPÖ-Landesparteichef Sven Hergovich der grünen Ministerin Leonore Gewessler die Schuld für verspätete Züge in die Schuhe. Auch das günstigste Klimaticket werde nichts bringen, wenn der Zug gar nicht, oder zu spät kommt, kritisierte Hergovich. Im grünen Verkehrsministerium wollte man sich dazu nicht äußern. Die grüne Landesgruppe macht jetzt aber einen wahren „Zug-Zoff“ aus der Causa.
„SPÖ-und FPÖ-Verkehrsminister gemeinsam mit dem ehemaligen Bundeskanzler Christian Kern als einstigen ÖBB-Chef haben den Investitionsrückstau zu verantworten. Sven Hergovich soll sich lieber bei seinem Genossen und ehemaligen Verkehrsminister Jörg Leichtfried erkundigen, warum er nichts in der Ostregion investiert hat“, kritisiert Georg Ecker, Verkehrssprecher der Grünen.
Landbauer betont Verbesserungen
Auch der für den Verkehr zuständige Landesvize Udo Landbauer meldet sich nun beim „Zug-Zoff“ zu Wort. Er verzichtet dabei aber auf Schuldzuweisungen. „Wir investieren in den Ausbau der Straße und der Schiene, um den Verkehr im ganzen Land nach vorne zu bringen. Ich halte nichts davon, das eine gegen das andere auszuspielen“, erklärt er. Für das neue Jahr seien zudem bereits zahlreiche Verbesserungen auf Schiene gebracht worden. So sei etwa das Angebot im Nahverkehr um 3,2 Millionen Euro erweitert und auch eine dichtere Taktung beschlossen worden.
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