Düstere Aussichten

Baubranche rechnet Auftragseinbruch von 30 Prozent

Vorarlberg
15.12.2023 17:25
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die Vorarlberger Bauunternehmer haben am Freitag von dramatischen Auftragseinbrüchen berichtet. Einer Blitzumfrage der Bauinnung zufolge wurde die aktuelle Auftragslage um 25 Prozent schlechter eingeschätzt als noch vor einem Jahr. Im ersten Halbjahr 2024 erwarten die Baufirmen gar einen Auftragsrückgang bis zu 30 Prozent. 

Horrende Zinsen, hohe Hürden bei der Kreditvergabe für Eigenheime und die Teuerung machen den Bauunternehmern schwer zu schaffen. Eine aktuelle Umfrage der Bauinnung, die am Freitag im Wifi in Hohenems präsentiert wurde, bestätigt, was sich bereits im Vorjahr abgezeichnet hatte. War im Dezember 2022 die Auftragslage mit minus neun Prozent noch leicht rückgängig, wird die aktuelle Auftragssituation um 25 Prozent schlechter eingeschätzt als noch vor einem Jahr. Besonders dramatisch sieht es beim Wohnbau aus: Hier wird sogar mit einem Rückgang von über 30 Prozent gerechnet.

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Die Bauwirtschaft ist eine krisenerprobte Branche. Viele Unternehmen haben bereits auf die Veränderungen reagiert und stellen sich dem Wettbewerb.

Johannes Wilhelm, Innungsmeister Bau

Trotz der düsteren Aussichten gibt sich Innungsmeister Johannes Wilhelm zuversichtlich: „Die Bauwirtschaft ist eine krisenerprobte Branche. Viele Unternehmen haben bereits auf die Veränderungen reagiert und stellen sich dem Wettbewerb.“ So werde beispielsweise die Digitalisierung im Bau als große Chance gesehen. „Hier zeigt sich eine hohe Innovationsbereitschaft, die auch im Zusammenhang mit den Klimaschutzvorgaben vorangetrieben wird.“

Höhere Baunutzungszahlen als Chance

Günther Ammann, Fachgruppenobmann der Immobilientreuhänder, verwies auf die neuen Wohnbauförderungsrichtlinien, die dafür sorgen, dass Eigentum wieder leistbarer wird. Ein zweiter großer Hebel, der den Wohnungsmarkt beleben könnte, wäre eine Erhöhung der Baunutzungszahlen. „In Anbetracht von erhöhtem Bodenverbrauch und fehlendem leistbaren Wohnraum wäre es sinnvoll, wenn die Bürgermeister höhere Baunutzungszahlen zulassen würden“, forderte er.

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