135.000 Euro Schaden mit Käufen und Verkäufen im Internet verursacht - der Angeklagte durfte nach acht Monaten U-Haft die Heimreise antreten.
Jeder schien ihn zu mögen, den Mann, der seit einem Jahr AMS-Geld und eine Invaliditätspension bezieht, der einen Erwachsenenvertreter und 70.000 Euro Schulden hat und laut Staatsanwalt ein „Betrüger aus dem Bilderbuch“ ist. Der 37-Jährige, zweifach wegen Betrugs zu Geldstrafen verurteilt, hat in 70 Fällen 135.000 Euro ergaunert. „Ich bin kaufsüchtig“, sagt der Breitenbrunner am Landesgericht Eisenstadt, bevor er sich vollinhaltlich schuldig bekennt.
Gefälschte Abbuchungen
Konkret „kaufte“ er im Internet Werkzeug und elektronische Waren und sandte als Bestätigung den Entwurf des Kontoauszugs. Nachdem die Waren eingetroffen waren, „verkaufte“ er manche im Internet – freilich, ohne sie jemals zu versenden. Den Rest? Den will er zu einem Bekannten nach Bruckneudorf gebracht haben.
„Kaum mit dem Erwachsenenvertreter gesprochen“
„Ich habe geglaubt, ich bekomme dafür Geld von ihm.“ Bekam er nie, es gibt vermutlich „Betrüger aus dem Bilderbuch“, die ein besseres Leben führen, etwa ein paradiesisches. „Mit dem Erwachsenenvertreter habe ich kaum gesprochen“, so der Angeklagte, der puncto Taschengeld auf diesen Mann angewiesen war.
Das Urteil, vermutlich inklusive vorweihnachtliche Amnestie und Mitleidsbonus: 24 Monate Gefängnis, davon 16 auf Bewährung. Der Mann durfte nach dem Prozess und den acht Monaten U-Haft heimgehen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.