Wenig beeindruckt zeigen sich die Kärntner von der hohen Inflation und der angespannten Wirtschaftslage. Am Marienfeiertag stürmten Zigtausende die Einkaufszentren und die Geschäfte in den Innenstädten. Wirtschaftsvertreter zeigen sich äußerst zufrieden.
Schon kurz vor der Öffnung der Geschäfte tummelten sich zahlreiche Einkaufslustige vor den verschlossenen Ladentüren. Und auch noch Stunden später shoppten Tausende Kärntner in den Einkaufszentren und Läden. „Die Frequenz hat gestimmt“, sagt Raimund Haberl von der Kärntner Wirtschaftskammer. Und immerhin sei der Marienfeiertag für die heimische Wirtschaft deutlich besser gewesen als der vergangene Samstag, der aufgrund des Schneefalls nicht wirklich gezählt werden kann.
Der Handel hat das gute Weihnachtsgeschäft wirklich nötig.
Raimund Haberl, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer
Einkaufszentren voll, Einkaufstraßen fast leer
Während es in den innerstädtischen Einkaufstraßen der Ansturm in Grenzen hielt, platzten die Einkaufszentren fast aus allen Nähten. „Unsere Erwartungen sind wirklich eingetroffen. Es ist ein richtiger Familieneinkaufstag gewesen“, so Richard Oswald vom Atrio in Villach.
Und während sich die großen Einkaufszentren über den Ansturm freuen, kommt Kritik von den kleineren Geschäften in den Innenstädten. Denn zum Beispiel hatten in Klagenfurt am 8. Dezember einige Händler ihre Läden erst gar nicht geöffnet. „Diese Situation ist nicht nur für das Stadtbild unschön. Da sollte mehr an einem Strang gezogen werden“, sagt Jutta Hammerer von der Boutique BonBon am Alten Platz.
2022 gaben die Kärntner im Durchschnitt 290 Euro für Weihnachtsgeschenke aus. Dabei standen Gutscheine, Bekleidung und Spielzeug hoch im Kurs.
Besonderes Angebot lockt Kunden an
Für viele Kärntner Handelsbetriebe ist die Vorweihnachtszeit ein wichtiger Umsatzbringer. Aber das herkömmliche Angebot, außer für Technikgeschäfte, reicht schon lange nicht mehr aus. „Man muss die Kunden mit besonderen Angeboten anlocken“, meint Sabine Legat von der Boutique Daily Fashion in Klagenfurt. Denn die Unternehmerin hat sich auf außergewöhnliche Ware spezialisiert. „Besonders Ballkleider und festliche Kleidung für Weihnachtsfeiern sind sehr begehrt. Ich achte darauf, dass meine Ware zum großen Teil aus Einzelstücken besteht. Und das zieht bei den Kunden.“
Trotz der großteils positiven Stimmung bei den heimischen Händlern, eines bleibt wie jedes Jahr gleich: Ein einzelner Tag wird das Weihnachtsgeschäft nicht retten, denn: „Der Handel hat das gute Weihnachtsgeschäft wirklich nötig.“
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