Biathlon-Weltcupstart

Grandseigneur Eder gibt auch mit 40 den Takt vor

Salzburg
24.11.2023 22:39

Weltcup-Auftakt für die Biathleten: Mit Mixed-Bewerben in Östersund geht‘s am Samstag los! Mit Kristina Oberthaler ist auch eine Salzburger Dame mit von der Partie. Lisa Hauser setzt auf eine Pinzgauer Trainerin. Ein Jungspund wusste in der Vorbereitung zu glänzen.

Nach exakt 251 Tagen hat das Warten ein Ende: Der Biathlon-Weltcup startet am Samstag mit den Mixed-Bewerben in Östersund in die neue Saison! Mit einem österreichischen Team, das bei den Damen von Ex-Weltmeisterin Lisa Hauser und bei den Herren von Grandseigneur Simon Eder angeführt wird.

Hauser trainierte im Sommer nach den Plänen der Salzburgerin Sandra Flunger, die Cheftrainerin in der Schweiz ist. „Das war eine Win-Win-Situation“, grinst die Pinzgauerin. „Es ist immer toll, eine Athletin wie Lisa immer wieder mal bei uns zu haben.“ Schon in der Vergangenheit arbeiteten die beiden eng zusammen, Flunger gilt als enge Vertrauensperson der Tirolerin.

Neue Regeln im Biathlon-Weltcup

  • Aufgrund des Fluorverbots werden alle Ski vor und nach Bewerben getestet. Sind die Werte normal, erhält man grünes Licht. Bei Grenzwerten gibt’s die Gelbe Karte, bei klarer Übertretung Rot. Nach zwei Gelben und jeder Roten gibt’s eine Sperre. Ausnahme: Nach der ersten Roten darf man neue Ski benützen.
  • Die Mixedstaffel ist jetzt 4x6 km lang (Herren bisher 7,5). Grund: die leichtere Streckenpräparierung.
  • Die IBU-Cup-Gesamtsieger haben ein Fixticket für zwei Weltcupstationen (bisher eine).

Oberthaler: „Die Form passt“
Mit Kristina Oberthaler ist auch eine Salzburger Athletin mit von der Partie. Die 25-Jährige trumpfte schon bei den Rollerrennen im Sommer auf und bestätigte ihre Trainingsfortschritte bei den Quali-Rennen in Obertilliach. „Ich glaube, die Form passt“, grinst die Altenmarkterin, die am Sonntag im Einzel erstmals zum Einsatz kommen wird.

Und bereits in der Vorsaison in Ruhpolding ihr Weltcup-Debüt feierte, damals allerdings körperlich angeschlagen war und deshalb hinter den Erwartungen blieb. „Heute würde ich das anders machen“, ist sie gereift und hat mit Reinhard Gösweiner im Sommer intensiv zusammengearbeitet.

„Wir haben viel an den Grundlagen gearbeitet, damit ich zwischen den Rennen besser regeneriere“, verrät sie und hebt das tolle Teamklima in ihrer Trainingsgruppe, der auch Junior-Cup-Titelverteidigerin Anna Andexer aus Saalfelden sowie Lea Rothschopf aus Kuchl angehören. „Dieses tolle Klima ist sicher auch ein Schlüssel zum Erfolg“, strahlt sie.

Eder: „Zweimal bin ich falsch gelaufen“
Ganz entspannt präsentiert sich indes Routinier Eder. Der Saalfeldener ist zum 19. Mal in Schweden dabei und hat dort fast alles erlebt - Siege und Podestplätze ebenso wie einen Parasiten, der das ÖSV-Team vor mehr als zehn Jahren lahmlegte. „Zweimal bin ich auch schon falsch gelaufen“, kann er, der längst über den Dingen steht, heute darüber lachen. Er wird mit Hauser die Single-Mixed-Staffel bestreiten. Ein Bewerb, der den beiden liegt. Vor fast genau sechs Jahren, am 26. November 2017, triumphierten die beiden gemeinsam in Östersund.

Während international die Titelverteidiger Julia Simon und Johannes Thingnes Bö erneut die großen Favoriten sind, gibt ist Eder innerhalb der rot-weiß-roten Herren-Truppe immer noch das Aushängeschild. In der Vorbereitung lieferte er sich heiße Duelle mit Felix Leitner, der auf Augenhöhe mit dem 40-Jährigen war. Aufzeigen konnte zudem mit Fabian Müllauer ein 21-jähriger Rohdiamant, der im letzten Vorbereitungsrennen sogar die Laufbestzeit innehatte. Der ÖSV machte allerdings schon vor der Quali klar, dass er - wie all seine Altersgenossen bei Damen und Herren - zunächst im Junior Cup (ab 9. Dezember) starten muss.

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