In Bad Hall geriet ÖVP-Bürgermeister Bernhard Ruf für die Neuaufstellung des Veranstaltungsbüros in die Kritik, ihm wird sogar Amtsmissbrauch bei der Besetzung der Stelle vorgeworfen. Viel übler ist, dass sogar eine Schmutzkübelkampagne gegen ihn mit persönlichen Unterstellungen gestartet wurde.
Seit seinem Amtsantritt im Herbst 2015 leistete sich Bürgermeister Bernhard Ruf kaum politische Schnitzer. Der beliebte ÖVP-Politiker wurde zuletzt sogar mit 98,6 Prozent der Delegiertenstimmen zum neuen Obmann der Bezirkspartei Steyr-Land gewählt. Er folgt damit Nationalrat Johann Singer aus Schiedlberg. Nun wird bereits darüber spekuliert, dass Ruf auch einen Sitz im Parlament anstreben könnte.
Kür zum Bezirkschef
Fast zeitgleich mit der Kür zum neuen Bezirkschef machte in der Kurstadt auch ein anonymes, mit bösen Unterstellungen gespicktes Schreiben die Runde. Darin wird dem Stadtchef Amtsmissbrauch bei einer Postenvergabe vorgeworfen. Es soll keine Ausschreibung gegeben haben, bei der Zusage nicht auf die Qualifikation geachtet worden sein. Unter der Gürtellinie sind Behauptungen, dass das Stadtoberhaupt ein persönliches Naheverhältnis zu der Bewerberin haben soll.
Zwei Bewerbungen für Posten
Stadtchef Ruf wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern: „Ich sage nichts zu anonymen Sachen.“ Hinter vorgehaltener Hand sprechen hingegen die politischen Mitbewerber.
Anschein der schiefen Optik
„Eine schiefe Optik ist bei der Besetzung des Veranstaltungsbüros gegeben. Und zwar nur deswegen, weil wir nicht darüber informiert worden sind, dass es für den neu geschaffenen Posten der Büro-Assistentin einen zweiten Bewerber gibt. Bei einer Ausschreibung hätte niemand dem Bürgermeister einen Strick drehen können, so hat er sich ziemlich ungeschickt verhalten“, meint ein ranghohes Mitglied des Gemeinderates. Nachsatz: „Die Dame hätte womöglich auch mit Ausschreibung den Job bekommen, weil sie schon Erfahrung im Veranstaltungsbereich hat.“
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