Eine dreifach Vorbestrafte, die drei Personen um 15.395 Euro geschädigt haben soll, mimte beim Prozess in Eisenstadt die Samariterin. Einer der Vorwürfe: Sie soll Geld aus dem Ukrainehilfe-Fonds nicht an die Flüchtlinge weitergeleitet haben.
Schon vom Start weg lief die Sache krumm: Die dreifach einschlägig Vorbestrafte – vier Monate verbrachte sie in Haft – pachtete im Herbst 2021 eine Gastwirtschaft im Nordburgenland. Das hätte sie aus rechtlicher Sicht nicht gedurft, also ließ sich die 43-Jährige mit türkischen Wurzeln vom Koch anstellen. Man vereinbarte Halbe-Halbe, aber: „Monatlich wurden mir die 4800 Euro für die Pacht abgebucht. Er gab mir nicht immer seinen Teil.“
30 Kilo in 40 Tagen zugenommen
Die finanzielle Schieflage verschärfte sich, als der Bruder samt Freundin eines der Fremdenzimmer bezog. „Sie haben gratis gewohnt und gegessen. Die Frau hat damals sicher 30 Kilo zugenommen.“ Ach ja, ab und zu soll sie den Boden aufgewischt haben. „Es war überhaupt nichts vereinbart.“ Nach 40 Tagen blieben 399 unbezahlte Stunden offen ...
„Mir haben sie leid getan“
Der Nächstenliebe nicht genug, nahm die Wirtin eine Familie aus der Ukraine bei sich auf. „Mir haben sie leid getan. Sie mussten nichts zahlen“ Auch diese Frau hat gearbeitet. Ein Zuschuss aus dem Ukrainehilfe-Fonds wurde ausbezahlt – an die Gastronomin. „Als sie nach zwei Monaten ausgezogen sind, wurde sie frech.“ 887,50 Euro sind rückzuerstatten.
Und ein befreundeter Baumeister borgte der 43-Jährigen 10.000 Euro. Als er das Geld einforderte, habe sie gedroht: „Hör auf, sonst schicke ich Dir meine tschetschenischen Freunde!“
Eine Zeugin kam nicht, es wurde vertagt.
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