Am Freitag war der Spatenstich zur Errichtung der S 10 Mühlviertler Schnellstraße im Abschnitt Freistadt Nord bis Rainbach Nord. Die sieben Kilometer lange West-Umfahrung für Rainbach um 346 Millionen Euro wird Mitte 2027 fertiggestellt und steht laut Errichter Asfinag ganz im Zeichen von Verkehrsentlastung, Anrainer- und Umweltschutz.
2015 wurde die S 10 Mühlviertler Schnellstraße von Unterweitersdorf am Ende der A 7 Mühlkreisautobahn bis Freistadt Nord für den Verkehr freigegeben. Und genau hier - in der Unterflurtrasse beim Kreisverkehr in der nördlichsten Anschlussstelle - erfolgte der Auftakt zum Weiterbau. Gleich in der Nähe beginnt der knapp einen Kilometer lange Tunnel Vierzehn.
Alte Pferdeisenbahntrasse wird gequert
Weiter verläuft die Trasse westlich von Apfoltern bis zur Kranklau, wo die Summerauer Bezirksstraße überquert wird und die Halbanschlussstelle Rainbach (Auf- und Abfahrt von und nach Süden) entsteht. Weiter nach Norden folgt die Überquerung der alten Pferdeeisenbahntrasse und der Hörschläger Straße, bevor die Umfahrung wieder kurz vor Kerschbaum in die bestehende B 310 einmündet.
2000 Kleintiere wurden umgesiedelt
Bereits im Sommer 2022 hat die ASFINAG als vorgezogene Maßnahme begonnen, sogenannte Grassoden von der künftigen Trasse weg zu verlegen. Das sind Wiesenoberflächen mit Erdreich und hier lokale Lebensräume der streng geschützten Schmetterlingsart Ameisenbläuling. Es wurden zudem rund 200 Fledermaus- und Vogelnistkästen aufgehängt sowie mehr als 2000 Reptilien und Amphibien aus dem künftigen Baufeld geborgen und „umgesiedelt“.
Planung Lückenschluss bis Staatsgrenze
Für das letzte knapp neun Kilometer lange Teilstück der S 10 von Rainbach Nord bis zur Staatgrenze bei Wullowitz laufen die Planungen. Die ASFINAG lädt zu einer Planungsausstellung zum sogenannten „Vorprojekt“, wo noch mehrere Trassenvarianten in Prüfung sind, am 30. November nach Leopoldschlag. 2025 soll die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den „Lückenschluss“ starten.
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