Nächste Schandnacht. Es ist wirklich widerlich, was da in unserem Land passiert: Nach der üblen Halloween-Randale im vergangenen Jahr in Linz zu Halloween heuer am Ende der Halloweennacht, bereits am Allerheiligentag, Brandstiftung im jüdischen Teil des Wiener Zentralfriedhofes - das Feuer wurde offenbar an zwei Stellen absichtlich gelegt. Und auch die Außenmauer des Friedhofeingangs war Ziel einer Attacke: Dort sprühten Unbekannte mit rotem Spray ein mehr als ein Meter großes Hakenkreuz sowie „Hitler“ an die Wand. Möglicherweise hat der oder haben die Attentäter den Anschlagszeitpunkt genau in der Halloweennacht gewählt, weil bekannt war, dass die Exekutive heuer nach der vorjährigen „Schandnacht von Linz“ ihre Kräfte auf die Sicherung von Geister-Partys und aggressiven Randalierern konzentrieren würde. So gab es auch tatsächlich am Wiener Stephansplatz einen größeren Einsatz wegen einer nicht angemeldeten Palästinenser-Demo. Die nächste Schandnacht also.
Nächstes Lichtermeer. Zeichen gegen die Schande - die gibt es auch. Etwa heute Abend auf dem Heldenplatz mit dem nächsten Lichtermeer. Diesmal für die Vermissten des Krieges in Israel, für die von der palästinensischen Hamas verschleppten israelischen Geiseln. Es geht um den Kampf gegen Antisemitismus, Terror und Gewalt. Conny Bischofberger widmet sich diesem Lichtermeer in ihrer Kolumne heute in der „Krone“. Sie verweist auf das Motto der Solidaritätsveranstaltung: „Bring them home - bringt sie nach Hause!“. Und Bischofberger hofft: „Zumindest auf diesen gemeinsamen Nenner wird man sich in diesem Krieg hoffentlich verständigen können.“ Da darf man sich leider gar nicht so sicher sein.
Kommen Sie gut durch den Donnerstag!
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