Mi, 18. Juli 2018

Sieben Verletzte

14.03.2012 11:09

Basel: Eine Tote bei Amokfahrt von Psychiatriepatient

Bei der Amokfahrt eines Psychiatriepatienten durch die Schweizer Stadt Basel ist am Dienstag eine 46-jährige Radfahrerin ums Leben gekommen. Sieben weitere Passanten wurden teils schwer verletzt. Der 27-jährige Patient war aus der geschlossenen Abteilung der Uniklinik Basel geflohen und hatte ein Auto geraubt.

Der Mann zerrte laut derzeitigem Ermittlungsstand nach seiner Flucht aus der Klinik gegen 18.30 Uhr beim Voltaplatz in Basel in einer stehenden Autokolonne einen Fahrer aus dem Auto und setzte sich selbst ans Steuer. Mit hohem Tempo raste er ins Stadtinnere. Dort fuhr er zuerst einen Skater um und später auf der Mittleren Brücke (Bild) die Radfahrerin. Sie erlag ihren Verletzungen.

Von Passanten überwältigt
Zum Teil auf dem Trottoir, zum Teil auf der Fahrbahn fuhr der Mann von Gross- nach Kleinbasel. Dort ließ er das Auto stehen und flüchtete zu Fuß weiter. Drei Passanten konnten ihn überwältigen. Die Polizei nahm ihn schließlich fest. Der 27-jährige befindet sich mittlerweile wieder in der Uniklinik, und zwar in einer Isolationszelle, wie ein Sprecher der Baseler Staatsanwaltschaft am Mittwoch erklärte.

Der Mann - laut "Baseler Zeitung" stammt er aus Mazedonien - sei sehr verwirrt und habe deshalb bisher nicht befragt werden können, so der Sprecher. Unklar ist bislang auch, wie der Patient aus der geschlossenen Abteilung fliehen konnte. Zur Sicherung der Spuren und Einvernahme der zahlreichen Zeugen, die das Drama im Bereich der Mittleren Brücke mitbekommen hatten, setzte die Staatsanwaltschaft eine 15-köpfige Sonderkommission ein.

Amokfahrer soll in Untersuchungshaft
Die Staatsanwaltschaft will beim Zwangsmaßnahmengericht Untersuchungshaft für den Mann beantragen. Es wurde ein Verfahren wegen vorsätzlicher Tötung, Raubes, Körperverletzung und Verstößen gegen das Straßenverkehrsgesetz eingeleitet.

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