Mi, 15. August 2018

Enorm verstrahlt

09.03.2012 12:17

Fukushima City: "Regierung lässt Menschen im Stich"

Ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe im AKW Fukushima Daiichi hat Greenpeace im rund 60 Kilometer entfernten Fukushima City in einem Parkhaus 70 Mikrosievert pro Stunde gemessen. 40 Mikrosievert pro Stunde waren es in einem Abwasserkanal nahe einer Wohnsiedlung. Diese Werte überschreiten die dort ursprünglich gemessene natürliche Strahlung um das Tausendfache, so die Umweltorganisation.

Die Greenpeace-Strahlenexperten fanden an mehreren Stellen in Fukushima City sowie dem Vorort Watari starke Konzentrationen von Cäsium 137, welches eine Halbwertszeit von 30 Jahren hat.

"Diese radioaktiven Hotspots sind gesundheitsgefährdend. Die Belastung wird auch in den kommenden Jahren kaum abnehmen, doch die japanische Regierung lässt die Menschen im Stich", kritisierte Greenpeace-Kernphysiker Heinz Smital am Freitag.

Das meiste bei der Erdbebenkatastrophe freigesetzte Cäsium hatte sich seit damals über dem Ozean verteilt. Ein großer Teil bewegte sich in Richtung Pazifik, während sich rund 18 Prozent auf dem japanischen Festland verteilten, errechneten Meteorologen.

Für den Rest der Welt ging die Kontamination vergleichsweise glimpflich aus: Rund zwei Prozent des freigesetzten Cs-137 drangen auf andere Landflächen vor.

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