Nach dem Verhandlungs-Aus zu den Metaller-Kollektivverträgen beraten sich die Arbeitnehmer-Vertreter am kommenden Freitag in Götzis. Das Angebot der Arbeitgeber sei „lächerlich“.
Nicht gerade glücklich ist man in Vorarlberg mit dem Verlauf der Lohnverhandlungen für die Metaller: Die Gespräche über die Kollektivverträge für die rund 200.000 Beschäftigten der Metallindustrie - 15.000 davon in Vorarlberg - wurden am Montag in der zweiten Runde unterbrochen. PRO-GE Landesvorsitzender Wolfgang Fritz, der in Wien bei den Verhandlungen dabei war, zeigt sich entrüstet: „Das Angebot der Arbeitgeberseite ist lächerlich und unseriös“, meint er.
Ergebnis soll Unternehmensgewinnen entsprechen
Aufgrund des Verhandlungsverlaufs findet am kommenden Freitag in der Kulturbühne AmBach in Götzis eine Betriebsrätekonferenz statt, informiert Fritz. „Die Arbeitgeber ziehen die Leistungen ihrer Beschäftigten und deren Situation in der größten Teuerungskrise der letzten Jahrzehnte ins Lächerliche. Das Angebot von 2,5 Prozent plus auf Löhne und Gehälter ist keine Grundlage für ernsthafte Verhandlungen“, ist Fritz überzeugt. Er fordert ein Angebot, das „der hohen Inflation und den erzielten Unternehmensgewinnen Rechnung trägt.“
Auch die von den Arbeitgebern angebotene Einmalzahlung von 1050 Euro lehnt er ab. So etwas sei nicht nachhaltig und „verpuffe“. Die finanziellen Belastungen würden aber dagegen immer weiter steigen. Am Freitag findet deswegen die Betriebsrätekonferenz statt. Alle wichtigen Funktionäre und Spitzenvertreter der Gewerkschaft in Vorarlberg werden teilnehmen. Aus Wien reisen GPA-Bundes-GF Karl Dürtscher und PRO-GE-Bundes-GF Christian Rechberger an.
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