Lehrer-Ausbildung

Schmied und Töchterle ziehen an einem Strang

Österreich
29.02.2012 13:44
Ob bei der geplanten Reform der Lehrer-Ausbildung künftig die Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle unterstellten Unis oder die bei Unterrichtsministerin Claudia Schmied ressortierenden Pädagogischen Hochschulen (PH) die Federführung übernehmen sollen, soll nun gemeinsam geklärt werden. Bei der Konstituierung des lange angekündigten Entwicklungsrats demonstrierten Schmied und Töchterle am Mittwoch Einigkeit: Es sei das gemeinsame Ziel, die Qualität der Lehrerausbildung zu verbessern.

Derzeit werden die Lehrer für AHS und berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS) an den Unis, Pflichtschullehrer (Volks-, Haupt, Sonder- und polytechnische Schule) hingegen an den PH ausgebildet. Den PH wird dabei mangelnde Wissenschaftlichkeit, den Unis wiederum zu wenig Praxisbezug vorgeworfen. Künftig sollen nun alle Lehrer an gemeinsamen Einrichtungen ausgebildet werden, deren Schaffung der neue Entwicklungsrat koordinieren soll.

Rat mit Mitgliedern aus beiden Ressorts
Schmied hatte die von ihr nominierten Mitglieder des Entwicklungsrates bereits im vergangenen Herbst vorgestellt, als sie eine PH-Reform ankündigte. Nun hat Töchterle mit Rektor Arthur Mettinger (Fachhochschule Campus Wien) und Bildungspsychologin Christiane Spiel (Uni Wien) auch die Mitglieder des Wissenschaftsministeriums nominiert. Damit kann der Entwicklungsrat seine Arbeit aufnehmen.

Wie Schmied mitteilte, soll der Rat anhand von Potenzialanalysen empfehlen, welche Einrichtungen in den verschiedenen Regionen für die Lehrerausbildung zuständig sein sollen - und diese dann akkreditieren sowie Empfehlungen für die Leistungsvereinbarungen mit diesen Institutionen vorlegen. Träger der neuen Lehrer-Ausbildung könnten dabei PH, Unis, Verbund- oder Kooperationsmodelle sein, betonte Schmied. Als Zeitraum für die Umstellung nannte die Ministerin fünf bis zehn Jahre.

Keine Differenzen in Frage der Institutionen
Töchterle betonte, dass es in der Institutionen-Frage keinen Konflikt mit Schmied gebe: "Es ist der Eindruck entstanden, wir wären hier kontrovers. Wir sind es nicht." Der Minister verwies darauf, dass von den Unis bereits "eine Fülle von Konzepten vorgelegt wurde, wie mit den PH kooperiert werden kann". Auch Schmied hob gemeinsame Initiativen hervor. Von den 14 Anträgen für die Schaffung neuer Masterstudien, die eingegangen seien, seien in 13 Kooperationsmodelle mit Unis enthalten. "Das zeigt, dass die einzelnen Institutionen in ihrer Kooperationsfähigkeit bereits weit entwickelt sind", so die Ministerin.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Österreich
29.02.2012 13:44
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung