Mit Stichtag 30. September waren in Tirol 12.065 Personen arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahr sind das laut AMS um 77 Betroffene weniger (minus 0,6 %). In allen anderen Bundesländern sei die Arbeitslosigkeit gestiegen. Österreichweit lag der Anstieg bei 6,1 Prozent - heißt: in Österreich hatten mit Ende des Vormonats 251.844 Personen keinen Job.
Bei 12.065 Arbeitslosen und geschätzten 357.000 unselbstständig Beschäftigten (plus 5000 Beschäftigte im Vorjahresvergleich) betrug die Arbeitslosenquote im September 2023 in Tirol 3,3 Prozent. „Das ist gemeinsam mit Salzburg der niedrigste Wert aller Bundesländer“, schilderte das AMS am Montag.
Fast 2000 Personen in Schulungen
1896 Personen waren mit Stand Ende September in Schulungsmaßnahmen des AMS Tirol. Das seien im Vorjahresvergleich um 206 Personen bzw. 9,8 Prozent weniger gewesen.
In den kommenden Monaten erwarten wir aufgrund der anhaltend hohen Inflation und der eingetrübten wirtschaftlichen Aussichten einen moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Johannes Schranz, stv. Landesgeschäftsführer AMS Tirol
Was sind die Gründe für diese positive Entwicklung und wie geht es am Arbeitsmarkt weiter? „Der starke Dienstleistungssektor ist weiterhin für die relativ stabile und positive Lage am Tiroler Arbeitsmarkt verantwortlich. In den kommenden Monaten erwarten wir aufgrund der anhaltend hohen Inflation und der eingetrübten wirtschaftlichen Aussichten einen moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit“, betonte Johannes Schranz, stellvertretender Landesgeschäftsführer des AMS Tirol.
Starker Engpass am Tiroler Lehrstellenmarkt
Wie sieht es am heimischen Lehrstellenmarkt aus? Im Vergleich zum „sehr hohen Vorjahresniveau“ sei die Anzahl der sofort verfügbaren offenen Lehrstellen lediglich um 2,8 Prozent auf 1976 gesunken. Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden sei indes um 4,4 Prozent auf 452 leicht gestiegen. Nach Branchen betrachtet würden die meisten Lehrlinge aktuell im Einzelhandel (652), in der Beherbergung (340) und im Baunebengewerbe (306) gesucht.
Ein Blick auf den Berufswunsch der insgesamt 452 beim AMS Tirol vorgemerkten Lehrstellensuchenden mache die zunehmende Kluft zwischen Angebot und Nachfrage am Lehrstellenmarkt deutlich. „Lediglich 64 suchen eine Lehrstelle in einem Handelsberuf, 23 möchten eine Lehre im Tourismus beginnen und 113 der Jugendlichen interessieren sich für eine Lehre in der Bauwirtschaft oder in den Bereichen Metallverarbeitung, KFZ-Mechanik und Elektroinstallation“, hieß es.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.