Die Debatte um den großen Beutegreifer und ein tragisches Unglück, bei dem 25 Rinder und Kälber in den Tod stürzten, haben eine an sich erfreuliche Alpsaison in Vorarlberg überschattet.
Von der Witterung her hätte die Alpsaison im Ländle kaum besser verlaufen können. Sonnenschein und regelmäßige Niederschläge sorgten dafür, dass die Vegetation auch in den Hochlagen prächtig gedieh. Das Vieh durfte sich während des gesamten Sommers auf saftigen Bergwiesen laben, dementsprechend hoch waren auch die Milcherträge. Nur in Ausnahmefällen hat es kleinere Probleme mit der Wasserversorgung gegeben, diese konnten aber allesamt behoben werden.
Auf der anderen Seite gab es aber auch Schatten. Zwar kommen jeden Sommer Tiere im alpinen Gelände ums Leben, heuer gab es aber einen besonders dramatischen Vorfall zu verzeichnen: Ende Juni waren im Dornbirner Firstgebiet während es Auftriebs auf eine Hochalpe rund 25 Rinder und Kälber durchgegangen und in weiterer Folge in den Tod gestürzt. Bis heute ist völlig unklar, was die Massenpanik ausgelöst hatte.
Schrecken und Angst hat auch ein junger Wolf verbreitet. Dieser hatte im südlichen Vorarlberg mehrere Nutztiere gerissen, weshalb der Beutegreifer gleich zum Totengräber der Alpwirtschaft hochgejazzt wurde. All jene, die dem Wolf an den Pelz wollen, dürfen aufatmen: Es gilt als ausgemacht, dass die EU den Schutzstatus des Wolfes adaptieren wird, wodurch auch eine „Entnahme“ erleichtert würde.
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