Zweimal Flut - doch nur eine tut gut! So könnte man die Situation von LASK und Austria Lustenau vorm Bundesliga-Duell am Sonntag auf den Punkt bringen. Die Linzer werden derzeit mit Kartenanfragen fürs Spiels des Jahres am 21. September gegen Liverpool überschwemmt, während der Ländle-Klub mit den Folgen einer ganz anderen Überschwemmung zu kämpfen hat . . .
Sonntagnachmittag parkt die Ländle-Austria ihren Bus auf der Gugl. Doch wen interessiert das seit Freitag außer LASK-Trainer Thomas Sageder, dessen Spieler und vielleicht die Linzer Polizei?
Nicht nur in Oberösterreich spricht nämlich seit zwei Tagen alles über den FC Liverpool. Über das Spiel des Jahres. Vor allem darüber, wie man bloß irgendwie an Karten für den 21. September ergattern könnte. Während Lustenau am Montag nur darüber gerätselt hatte, wo man denn nun in den nächsten Wochen trainieren könne bzw. dürfe?
Rhein-Hochwasser überflutete Anlage
Grund: Das Rhein-Hochwasser hatte die Trainingsanlage unter Wasser gesetzt und damit auch völlig verschlammt. Weshalb sich der noch immer sieglose Tabellenvorletzte aufs Sonntag-Match in Hard vorbereiten musste. Während die LASK-Profis noch am Donnerstag spätabends nach dem 1:1 im Europa-League-Play-off bei HSK Zrinjski Mostar von Thomas Sageder im Hotel „Marriott“ zu hören bekommen hatten: „Unterhält euch nach dem Abendessen noch über Lustenau . . . “
Ein Spiel, das derzeit nicht nur in Linz viel, viel weniger beschäftigt als normal. Sind ansonsten vor solchen Meisterschaftspartien Soziale Medien voll von Ergebnistipps und Aufstellungsvarianten, dreht sich im World Wide Web seit Freitag fast alles nur um Karten fürs Liverpool-Spiel.
Interesse größer als vor ManU-Spiel 2020
Das Interesse sei größer als vor dem später im März 2020 zum Geisterspiel gemachten Europa-League-Achtelfinale gegen Manchester United, hallt es durch die LASK-Mauern. Was auch die rund 7000 Personen große „Flut“ zeigt, zu der es Freitag offenbar in der Warteschlange des LASK-Online-Ticketing gekommen ist. Kaufstrategie der meisten: Eine Saisonkarte erwerben, um damit wie die bisherigen 8000 Abonnenten ein Vorkaufsrecht für EC-Tickets zu haben. Letztere dürften im 3er-Pack angeboten werden, also auch gegen den belgischen Vizemeister Royale Union Saint-Gilloise (9. November) und den französischen Cupsieger FC Toulouse (14. Dezember) gelten. Obwohl fast alle nur Liverpool sehen wollen. Der Preis: Noch offen!
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