Eine gereizte Tirolerin (42) sah sich offenbar gezwungen, Nachbarn wegen Lärmbelästigung einen Drohbrief zu schreiben. Darin kündigte die Frau an, ihnen die Knochen zu brechen. Daher landete sie nun in Innsbruck vor Gericht.
Eine solche Nachbarin wünscht man niemandem. Doch es gibt wohl mehrere davon. Denn Schätzungen zufolge hatte fast ein Viertel der Österreicher schon einmal Ärger mit Anrainern oder Hausbewohnern. Häufiger Auslöser für den Streit: Lärm!
Wüste Beschimpfungen und Drohung
Auch die 42-jährige Kufsteinerin fühlt sich seit Monaten von ihren jungen Nachbarn in ihrer Ruhe gestört. Doch Anfang April soll die ehemalige Sonderschülerin dann über das Ziel hinausgeschossen haben. In einem anonymen Brief wurden die vermeintlichen Störenfriede nicht nur wüst beschimpft, sondern auch bedroht. „Habe ich euch nicht gesagt, ihr sollt euch an die Hausordnung halten, sonst breche ich euch allen die Knochen“, war darin zu lesen.
Sonst hat sich im Haus noch nie jemand über uns beschwert. Sie beleidigt uns, seit wir eingezogen sind.
Ein Opfer vor Gericht
Vor Gericht Aussage verweigert
„Ich bin unschuldig. Mehr sage ich dazu nicht“, erklärte die bereits mehrfach vorbestrafte 42-Jährige, die aufgrund des Drohbriefes nun vor Gericht landete. Doch eine der Empfängerinnen stellte unmissverständlich klar: „Sonst hat sich im Haus noch nie jemand über uns beschwert. Sie beleidigt uns, seit wir eingezogen sind.“
Und es soll auch nicht der erste derartige Brief gewesen sein. „In einem hat sie sich verraten, weil sie darin geklagt hat, dass sie unseretwegen zur Polizei musste.“
Urteil noch nicht rechtskräftig
Der Richter hatte keine Zweifel, zumal auch die Schrift der Angeklagten zum Brief passt. Er verhängte bei einem Strafrahmen von bis zu drei Jahren Haft - nicht rechtskräftig - eine Geldstrafe von 1600 Euro. Und die Frau hatte noch Glück, dass eine bedingt nachgesehene Freiheitsstrafe nicht widerrufen wurde.
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