Gut gekleidet, markante Brille – das ist das Markenzeichen des korpulenten Bandenkopfs vom Juwelierraub in Wien. Wie berichtet (siehe Infobox) überfiel der Räuber am vergangenen Mittwoch mit einem Komplizen - mindestens ein Mittäter wartete draußen - am helllichten Tag den Nobel-Juwelier am Wiener Graben.
Der 19-jährige Junior-Chef Jonas Kornmesser wurde mit einer Pistole verletzt, Tresor und eingeschlagene Vitrinen wurden blitzschnell leergeräumt. Nun steht der genaue (Versicherungs-)Wert der bei dem 15-Minuten-Coup erbeuteten Schmuckstücke fest: rund 3,5 Millionen Euro.
Weiterer Millionen-Coup in der Schweiz?
Während den Tätern weitere zwei Überfälle in der Wiener Innenstadt zugerechnet werden, könnten sie auch für einen weiteren Millionen-Coup in der Schweiz verantwortlich sein. Im März vergangenen Jahres überfiel ein auffällig ähnlich aussehender, gut gekleideter Brillenträger ein Juweliergeschäft im Kanton Schaffhausen. Nach dem "Gangster mit der Trottelbrille" – so titelte damals die "Blick"-Zeitung – wurde sogar in der TV-Sendung "Aktenzeichen XY" gefahndet, allerdings ohne Erfolg. Jetzt werden die sichergestellten Spuren an beiden Tatorten miteinander verglichen.
Ein Anreiz für den entscheidenden Hinweis auf die Juwelier-Bande könnte das von Familie Kornmesser ausgesetzte "Kopfgeld" in Höhe von 50.000 Euro sein.
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