Die drei mutmaßlichen Drogenhändler gehören laut Polizei-Oberstleutnant Martin Roudny zu einer bedeutenden mazedonischen Bande, die Schmuggelfahrten im großen Stil organisiert hat. "Sie sind eigentlich vorwiegend im Heroin-Geschäft tätig, helfen einander aber im Fall von Engpässen bei anderen Suchtgiften aus."
"War nicht leicht, an ihnen dranzubleiben"
Im Zuge wilder Verfolgungsfahrten im nächtlichen Schneegestöber gelang es den Ermittlern schließlich, zwei Lkws auf Autobahnen in der Steiermark zu stellen. Roudny: "Es war nicht leicht, an ihnen dranzubleiben, weil sie auch immer wieder von der Autobahn abgefahren sind, um zu prüfen, ob sie verfolgt werden."
Am Samstag um 3.20 Uhr klickten zuerst für den 36-jährigen Peter S. bei Gratkorn die Handschellen. In seinem Lkw wurden 19 Kilogramm Marihuana, zwei Kilogramm Speed und 6.050 Ecstasy-Tabletten gefunden. Zwei Tage später, am Montag um 7.30 Uhr, gingen Milan K. (45) und Dragan M. (47) in St. Michael den Beamten ins Netz. Sie transportierten laut Polizeiangaben 33 Kilogramm Marihuana. Das Suchtgift war für den heimischen Markt bestimmt.
Bande kaum zu zerschlagen: "Immer noch sehr flexibel"
Roudny schätzt, dass seit Dezember 2009 rund 150 Bandenmitglieder in Europa geschnappt worden sein dürften. "Sie haben zwar mittlerweile Schwierigkeiten bei der Nachbesetzung, aber sie sind immer noch sehr flexibel. Wenn ein Transport auffliegt, kann am kommenden Tag schon der nächste losgeschickt werden."
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