08.01.2012 10:22 |

TV-Debatte

Romney schießt scharf gegen Präsident Obama

Drei Tage vor der wichtigen Vorwahl im US-Staat New Hampshire hat sich der Republikaner Mitt Romney als Hauptfavorit im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur behauptet. In einer Fernsehdebatte am Samstagabend verzichteten Romneys Rivalen zur Überraschung vieler Beobachter weitgehend auf scharfe Attacken gegen den derzeitigen Spitzenreiter. Somit hatte Romney Zeit, seinen potenziellen Kontrahenten Barack Obama ins Visier zu nehmen.

So warf Romney Obama in der Debatte in Manchester (New Hampshire) unter anderem vor, er wolle die USA "in einen Wohlfahrtsstaat in europäischem Stil verwandeln". Der Präsident habe zudem die Rezession in den USA mit seiner Politik noch verschlimmert und die Erholung erschwert.

Romney, erfolgreicher Geschäftsmann und einstiger Organisator der Olympischen Winterspiele in Salt Lake City, sprach dem Präsidenten außerdem jegliche außenpolitische Führungskraft ab und warf ihm insbesondere auch Schwäche im Kurs gegen den Iran vor.

Romney gilt als Favorit
Romney hatte am vergangenen Dienstag die parteiinterne Kandidatenkür in Iowa mit einem Vorsprung von nur acht Stimmen vor dem ehemaligen Senator Rick Santorum gewonnen. Umfragen deuten auf einen klaren Sieg bei den nächsten beiden anstehenden Vorwahlen am kommenden Dienstag in New Hampshire und am 21. Jänner in South Carolina hin.

Gewinnt Romney auch die dann folgende Abstimmung in Florida, könnte er am 31. Jänner die republikanische Spitzenkandidatur praktisch schon in der Tasche haben - vor allem dann, wenn er jeweils solide Vorsprünge vor seinen Rivalen, insbesondere vor Santorum, vorweisen kann.

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