Zum Auftakt der Generali Open spricht Wolfgang Winklehner, Vizepräsident des Tiroler Tennisverbands, über den Stellenwert der Sportart, den Nachwuchs und die Faszination.
„Krone“: Wie ist es um das Tennisland Tirol bestellt?
Wolfgang Winklehner: Wir haben kein Leistungszentrum in Tirol, das hat historische Gründe. Jugendliche sowie die lokalen Trainer werden von uns extrem stark gefördert und unterstützt. Es handelt sich um ein klassisches dezentrales Leistungssystem. Wer davon in den Genuss kommt, wird anhand objektiver Kriterien entschieden. Zudem unterstützen wir die Jugendlichen im Turnierbereich. Für die Entwicklung eines Spielers ist es sehr wichtig, bei den Turnieren dabei zu sein.
Wie viele Vereine und Mitglieder gibt es in Tirol?
Aktuell zählen wir 120 Vereine. Die Mitgliederanzahl beläuft sich auf über 22.000. Wir konnten uns in den vergangenen Jahren kontinuierlich steigern.
Wie sieht es denn mit dem Nachwuchs aus?
Der Anteil der Jugendlichen bis 18 Jahren unter unseren Mitgliedern liegt konstant bei 35 Prozent. Das stimmt uns sehr zuversichtlich. Leider haben wir teilweise Probleme im Ausbildungsbereich, weil qualifizierte Trainer fehlen.
„Der Fußball ist aber nur noch sehr knapp vor uns“
Gibt es ausreichend Tennisplätze in Tirol?
Die Infrastruktur im Winter stellt uns vor Herausforderungen. Hier haben wir zum Teil große Probleme, Hallen zu finden. Wir sind hier auch in Kontakt mit der Landesregierung, die Geldmittel sind aber begrenzt. Wegen des fehlenden Leistungszentrums ist es auch schwierig, Turniere in Tirol zu veranstalten. Da tun sich andere Verbände leichter.
Alexander Erler. Der muss das gewinnen (lacht).
Wolfgang Winklehner, Vizepräsident des Tiroler Tennisverbands
Wie wichtig sind die Generali Open für Tirol?
Ganz wichtig. Es ist einfacher, nach Kitzbühel zu fahren als nach Wien. Es gibt einen „Ladies Day“ oder einen „Kids Day“. Da fahren viele Leute hin. Für uns ist Kitzbühel ein Segen. Daneben gibt es aber auch tolle Veranstaltungen in Telfs, Kramsach oder Kufstein.
Was macht für Sie Tennis so besonders?
Es ist ein Sport, den man bis ins hohe Alter ausüben kann. Bei unseren Meisterschaften ist die älteste Klasse 80 plus. In Tirol ist nach dem Skifahren und Fußball Tennis die beliebteste Sportart. Fußball ist aber nur noch sehr knapp vor uns.
Ist der TTV bei den Generali Open auch vertreten?
Am Mittwoch finden Meetings mit anderen Landesverbänden statt. Am Freitag haben wir die große Meisterfeier. Heuer erstmals in Kitzbühel. Alle Erwachsenen- und Seniorenklassen werden dort geehrt.
Wer ist Ihr Favorit in Kitz?
Alexander Erler. Der muss das gewinnen (lacht).
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