03.01.2012 10:36 |

"Privacy Knigge"

Benimmregeln für Facebook und Co. von Knigge-Rat

Der französischen Revolution verdanken wir das Grundrecht auf Privatsphäre. Doch durch soziale Netzwerke wie Facebook oder Google+ wird dieses elementare Gut von vielen Nutzern immer öfter leichtfertig aufgegeben. Dieser Auffassung ist zumindest der Deutsche Knigge-Rat. Die Wächter über Anstand und Etikette haben daher nun einen "Privacy Knigge" verabschiedet, der Nutzern von sozialen Netzwerken sieben konkrete Empfehlungen zum sicheren Umgang mit den eigenen Daten gibt.

Die Benimm-Päpste empfehlen, aktiv zu überprüfen, welche Daten öffentlich von Suchmaschinen und fremden Personen eingesehen werden können. Außerdem sollten unterschiedliche Freundeslisten bzw. –kreise angelegt werden, um den Informationsfluss besser kontrollieren zu können.

Zum guten Ton gehöre es auch, sich vor dem Hochladen von privaten Bildern genau zu überlegen, ob Nutzer diese auch in drei Jahren noch im Internet unter ihren Namen finden möchten. "Schützen Sie bei persönlichen Bildern auch die Privatsphäre der anderen Personen, indem Sie diese vor dem Hochladen ausdrücklich um Erlaubnis fragen", hält der Rat in seinem "Privacy Knigge" fest.

Politische Ansichten, die eigene sexuelle Orientierung oder den Familienstand empfehlen die Benimm-Experten nicht zu veröffentlichen. Auch im eigenen persönlichen Benutzerprofil müssten nicht alle optionalen Felder ausgefüllt werden, heißt es. Zu überdenke gelte es überdies, ob bestimmte Kommentare nicht besser in einer vertraulichen Nachricht aufgehoben seien, denn mitunter könnten diese die jeweilige Person auch "an den Pranger stellen".

"Das Internet vergisst nie"
Um nicht selbst zum Opfer solcher Kommentare zu werden, sollten öffentliche Einträge zudem zeitnah geprüft und unerwünschte Einträge, die einem selbst oder anderen schaden könnten, umgehend gelöscht werden. Denn: "Das Internet vergisst nie", wie der Knigge-Rat feststellt.

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