01.01.2012 09:57 |

Gigantische Party

800.000 Besucher feierten auf Wiener Silvesterpfad

Die 22. Auflage des Wiener Silvesterpfades hat wieder zahlreiche Menschen in die Innenstadt gelockt. Insgesamt 800.000 Touristen und Einheimische begossen entlang der Partymeile das neue Jahr. Neben "Konservenmusik", Live-Bands und Showangeboten sorgte vor allem das Feuerwerk am Heldenplatz für Staunen. Laut Polizei und Samariterbund kam es zu keinen außergewöhnlichen Zwischenfällen.

An insgesamt 13 Locations stimmten sich die Massen auf den Jahreswechsel ein. Insgesamt 300 Künstler sorgten für Zeitvertreib. Der Beschallungsbogen spannte sich von Soul und Funk über Pop-Ohrwürmer des Radios bis hin zum unvermeidlichen Donauwalzer am Stephansplatz, zu dem viele Paare mehr oder weniger im Dreivierteltakt in Richtung 2012 tanzten oder stolperten. Besonders vorausschauende Tänzer hatten zuvor mitunter noch die Möglichkeit genutzt, ihn sich bei einem der angebotenen Mitmachkurse der Wiener Tanzschulen in allerletzter Minute einzuprägen.

Krachen lassen - im wahrsten Sinn des Wortes - durften es die Pfadbesucher allerdings nicht. Denn wie bereits im Vorjahr war die Mitnahme von Böllern und Raketen verboten. Obwohl die Polizei im Vorfeld gewarnt hatte, rigoros zu kontrollieren, brauchte es nicht allzu gute Ohren, um mitzubekommen, dass in der City nicht nur Sektkorken knallten. Anhänger des pyrotechnischen Schnickschnacks wurden jedenfalls mit einschlägigen Intermezzi auf diversen Bühnen sowie mit einem großen Feuerwerk am Heldenplatz versorgt. Außerdem ließ der Veranstalter, das Stadt Wien Marketing, beim Prater-Entree weitere Leuchtkörper gen Himmel schießen.

Weitgehend ruhige Nacht für Exekutive und Rettungskräfte
Exekutive und Rettungskräfte durften sich über eine weitgehend ruhige Nacht freuen. Generell etwas gemächlicher ging es noch am Nachmittag und in den frühen Abendstunden zu. Während sich das lila Wildschwein Franz Ferdinand sowie Freddy und die wilden Käfer auf der Freyung um die Kleinen kümmerten, ließen sich Operettenfans von der Strauß'schen "Fledermaus" die Zeit vertreiben. Diese war mittels Live-Übertragung aus der Staatsoper am angrenzenden Herbert-von-Karajan-Platz - er diente heuer erstmals als Pfad-Location - zu sehen und zu hören.

Für feste und vor allem flüssige Nahrung sorgten rund 50 Gastro-Stände, wobei zahlreiche "Pfaderer" auf Selbstversorgung setzten. Eine lange Nacht verbrachten in jedem Fall die rund 200 Mitarbeiter, die - kaum waren um 2 Uhr die letzten Lautsprecherboxen verstummt - die Bühnen, Gastrohütten und Dekoration abbauten. Das eingesetzte Material umfasst stolze 40 Sattelschlepper-Ladungen.

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