01.01.2012 19:20 |

Silvester-Drama

Feuerwehrmann (18) im Waldviertel von Böller getötet

Ein 18-jähriger niederösterreichischer Feuerwehrmann ist am Sonntag in den frühen Morgenstunden beim Hantieren mit einem Feuerwerkskörper ums Leben gekommen. Das neue Jahr war gerade erst drei Minuten alt, als sich der junge Mann aus Waldenstein im Waldviertel über die Abschussvorrichtung eines Böllers beugte, der plötzlich ins Freie schoss und dem Waldviertler den Kopf einschlug. Österreichweit wurden im Zuge der Silvesterfeierlichkeiten etliche Menschen durch Feuerwerkskörper schwer verletzt.

Der Himmel bunt erleuchtet, der 18-Jährige lag blutüberströmt darunter auf dem Feld - dieses Bild des Schreckens bot sich den geschockten Freunden des Opfers. Der Jungfeuerwehrmann stand direkt vor der Abschussrampe, als die "Feuerwerksbombe" in sein Gesicht platzte. Der Grund: Glimmende Papierreste in dem Metallrohr zündeten die Treibladung viel zu früh. Vor Ort wurde der junge Mann reanimiert, er starb jedoch um 1.48 Uhr im Landesklinikum Waldviertel Gmünd.

"Die 'Feuerwerksbomben' fallen aufgrund der Größe - 15 Zentimeter nämlich - und Gefährlichkeit in die Kategorie F4", erklärte Bezirkspolizeikommandant Wilfried Brocks: "Diese Böller kann man in Tschechien leider ohne Ausweis und ohne behördliche Genehmigung kaufen. In Österreich nicht."

Etliche Schwerverletzte durch Feuerwerkskörper
Ebenfalls böse erwischte es einen 44-jährigenOststeirer, der in einem Gasthaus mit Böllern spielte: Dem Mann gelang es nicht mehr, die angezündete Lunte zu löschen - der Sprengsatz detonierte, als er ihn ins Freie bringen wollte. Dabei wurden dem Oststeirer drei Finger abgerissen. Die Ursache für den Vorfall war wohl "Übermut", vermutet die Polizei von Vorau im Bezirk Hartberg.

Im Burgenland hat in der Silvesternacht ein Mann in Parndorf (Bezirk Neusiedl am See) beim Hantieren mit einer Schreckschusspistole schwere Verletzungen erlitten. Dem 49-Jährigen wurden nach Angaben der Polizei und der Landessicherheitszentrale mehrere Finger abgerissen.

Zwei Finger sprengte sich auch ein 17-Jähriger Samstagmittag in Salzburg weg: Der Bursche aus der Flachgauer Gemeinde Bürmoos verletzte sich zudem an den Augen erheblich.

Leuchtrakete landete in Menschenmenge
Eine Leuchtrakete landete in der Silvesternacht vor einem Hotel in der Gemeinde Weißensee (Bezirk Spittal/Drau) in Kärnten in einer Menschenmenge. Dabei wurden zwei Urlauberinnen verletzt.

Beim Innsbrucker Bergsilvester wurde ein Besucher von einer Rakete im Gesicht getroffen und musste mit der Rettung in die Innsbrucker Klinik gebracht werden. In Auffach (Bezirk Kufstein) wurde ein neunjähriges Urlauberkind aus Deutschland von einer abgeschossenen und verglühten Rakete am Kopf getroffen und leicht verletzt.

In Alberschwende und in Au im Bregenzerwald in Vorarlberg wurden drei Personen durch Feuerwerkskörper verletzt. Silvesterraketen waren vorzeitig explodiert und hatten Verletzungen an den Händen verursacht. Ein 30-jähriger Mann aus Reuthe im Bregenzerwald erlitt schwere Augenverletzungen.

Am Samstagabend hantierte in Hörsching im oberösterreichischen Bezirk Linz-Land ein 29-Jähriger betrunken mit Knallern. Ein Kracher ausländischer Herkunft explodierte in seiner Hand, sein zwölfjähriger Neffe stand direkt neben ihm. Dem Mann wurden mehrere Finger abgerissen, der Bub erlitt Verbrennungen am Hals.

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