Nach schweren Zusammenstößen zwischen serbischen Demonstranten und NATO-Soldaten wurde der Truppenschutz für die österreichischen Kräfte im Kosovo erhöht. Aktuell herrscht „gespannte Ruhe“.
Alarmstimmung bei den rot-weiß-roten KFOR-Soldaten im Kosovo. Wie berichtet, wurden Ende Mai in der nördlichen Kleinstadt Zvecan bei schweren Zusammenstößen mit serbischen Demonstranten 30 Soldaten der Friedenstruppe teilweise schwer verletzt. Österreich hat in Folge der Eskalation sofort den Truppenschutz erhöht, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.
273 Österreicher
Aktuell herrsche im Balkanstaat eine „gespannte Ruhe“, heißt es auf „Krone“-Anfrage aus dem Ministerium. Die KFOR-Truppe umfasst rund 4000 Soldaten, die unter NATO-Kommando den brüchigen Frieden im Kosovo wahren sollen - 273 davon kommen aus Österreich, darunter 20 steirische Soldaten sowie eine Soldatin aus unserem Bundesland.
„Aufgrund der Sicherheitslage können keine Interviews mit Soldaten geführt werden“, wird auf Anfrage mitgeteilt. Auch ein Zeichen, wie angespannt die Situation ist. „Aktuell kann immer etwas passieren, unsere Soldaten sind aber auf alle Eventualitäten bestmöglich vorbereitet“, sagte ein ranghoher Offizier gegenüber der „Krone“.
Die Aufgabe des österreichischen Kontingents reicht von Transportdiensten über Aufklärungsarbeit, die Kampfmittelabwehr bis hin zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung. Grund für die Ausschreitungen in Zvecan war der Amtsantritt des albanischen Bürgermeisters in der mehrheitlich vom Serben bewohnten Ortschaft. Die Intensität der Proteste ist zuletzt zurückgegangen, jedoch ist ein Aufflammen jederzeit möglich.












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