Ein Patient (24) bedrohte mehrere Personen mit gefährlichen Gegenständen. Als die Polizei samt Cobra eintraf, sprang er aus dem Fenster, flüchtete in den angrenzenden Wald und versteckte sich dort. Er wurde schließlich von den Beamten ausfindig gemacht und verhaftet. So schnell kann es gehen, diese Szenen spielten sich tatsächlich Anfang Mai im Krankenhaus Bludenz ab.
„Part of the game“
Was für die Bevölkerung schier unglaublich klingt und durchaus für beängstigende Emotionen sorgt, ist für die Klinik-Verantwortlichen „Alltag“ - zumindest für jene der Tirol Kliniken. Allein am vergangenen Donnerstag gab es an der Klinik Innsbruck „mehrere ernst zu nehmende Vorfälle, bei denen verfeindete Parteien involviert waren“, betont Johannes Schwamberger, Sprecher der Tirol Kliniken. Derartige Geschehnisse seien laut ihm „part of the game“, sie gehören somit zum Beruf dazu. Und sie nehmen seit Jahren zu. Gleichzeitig betont er: „Wir haben stets immer alles komplett unter Kontrolle.“
Dennoch ist der Bereich Security-Management seit dem Datenskandal im Jahr 2020 und nach 15 Jahren keine eigene Stabstelle mehr innerhalb der Tirol Kliniken. Wieso nicht? „Gestrichen wurde sie nicht. Es wurde nur das damalige Security-Management in die Stabsstelle Sicherheitstechnik integriert und bildet dort den Fachbereich Security-Management. Damit konnte ein Vier-Augen-Prinzip installiert werden, Synergien können genutzt werden“, so der Kaufmännische Direktor Clemens Rissbacher. Ein wenig kurios ist das schon.
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