Mo, 24. Juni 2019
03.11.2011 14:17

"Letzte Frist" vorbei

Aktivisten besetzen seit zwei Wochen Haus der Buwog

Eine Gruppe von Aktivisten hält seit mittlerweile über zwei Wochen ein Gebäude der Buwog in Wien-Neubau besetzt. Trotz mehrerer angedrohter Räumungen durch die Exekutive harren die ungebetenen Gäste weiter in dem Objekt aus - seit Donnerstag nun auch ohne Stromversorgung. Die erst kürzlich gesetzte "letzte Frist" zur Räumung ließen die Besetzer verstreichen.

Man nehme mit Bedauern zur Kenntnis, dass die zahlreichen Versuche, die Besetzer zum Abzug zu bewegen, bisher gescheitert seien, hieß es seitens der Buwog. Die zuständige Behörde sei nun allerdings ersucht worden, das Gebäude zu räumen. Wann dies tatsächlich geschehen wird, sei aber noch offen. "Die Besetzer werden die rechtlichen Folgen ihrer gesetzwidrigen Handlungen tragen müssen", betonte die Buwog. Zuletzt hatte man sich noch zuversichtlich gezeigt, dass man ohne Zwangsmaßnahmen zu einer Lösung kommen werde.

Bereits am Freitag hätten "teils vermummte Personen" eine Sicherheitsüberprüfung des Gebäudes verhindert, Mitarbeitern der Wien Energie sei es zudem nicht möglich gewesen, die aus Sicherheitsgründen notwendige Sperrung der Stromversorgung durchzuführen. "Der gesetzwidrige Stromentzug durch die Besetzer wurde somit fortgesetzt", hieß es in einer Buwog-Aussendung. Am Donnerstag wurde die Energieversorgung schließlich gekappt.

"Selbstverwaltendes Zentrum" für Kunst, Kultur und Bildung
Die Besetzer wollen in dem leer stehenden Haus - von den Aktivisten "Epizentrum" getauft - in der Lindengasse 60 "ein selbst verwaltendes Zentrum" für Kunst, Kultur und Bildung schaffen. Die Stimmung sei "trotz völlig unverständlicher Räumungsdrohung" weiterhin bestens, wurde am Donnerstag versichert.

Das Haus in der Lindengasse soll abgerissen werden. Geplant ist seitens der Buwog, dort ein neues Wohnhaus zu errichten. Die Besetzer hingegen haben andere Ideen: Der Altbau, so fordern sie, solle erhalten bleiben.

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