Nach einer langen Krankheitsphase versuchte Frau H. aus Wien, wieder ins Berufsleben zurückzukehren. „Das Arbeitsmarktservice hat mich zwei Jahre lang in Kurse gesteckt, die mich überhaupt nicht weitergebracht haben“, erzählt die Wienerin. Vor kurzem hat sie ihren Traumberuf gefunden. Sie möchte die Ausbildung zur Geriatrie-Animateurin machen und hat bereits ein Eignungsgespräch mit der Schule geführt.
„Das ist eine schöne und sinnvolle Aufgabe. Ich betreue Menschen, deren Geist nicht ganz fit ist. Durch Konzentrationsübungen, gemeinsames Werken und Spielen soll der Geist wieder aktiv werden. Ich möchte den Menschen ihre Würde zurückgeben und ein bisschen Sonne in ihr Leben bringen. Ich habe neun Jahre lang meine Großmutter gepflegt. Ich weiß daher, wovon ich spreche“, ist Frau H. von ihrer Wahl überzeugt.
Beim AMS holte sich unsere Leserin mit ihrem Wunsch aber „kalte Füße“. Die Bezahlung der Ausbildungskosten in Höhe von 5000 Euro wurde als zu teuer abgelehnt. Ihre Ombudsfrau fragt sich deshalb, ob das AMS die aktuellen Diskussionen zum Thema Pflege etwa verschlafen hat. Wird nicht auch laufend über den Mangel an Pflegefachkräften geklagt?
Nach unserer Anfrage hat das AMS den Fall von Frau H. jedenfalls eingehend geprüft. Und siehe da: Die Ausbildungskosten werden jetzt doch zur Gänze übernommen! Gerlinde H. ist überglücklich. Mit ihrem Praktikum in einem Wiener Pflegeheim hat sie bereits begonnen, im März gehen die Kurse los. Ein Wunsch der Ombudsfrau: Das soll kein Einzelfall bleiben!










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