Auf einen Prozess hat sich der Vorarlberger Landesenergieversorger Illwerke-vkw nun doch nicht eingelassen. Der Konzern nahm das Angebot eines Vergleichs der klagenden Kunden an, um „einen langen Rechtsstreit zu vermeiden“, hieß es am Mittwoch.
Der Vorarlberger Landesenergieversorgers Illwerke-vkw hat sich mit jenen Kunden geeinigt, die den Konzern infolge der Preiserhöhung per 1. April geklagt hatten. Die betreffenden Kunden haben laut Unternehmen nun die Möglichkeit, ab 1. Juli auf das neue und günstigere Modell (18,7 Cent pro Kilowattstunde) zu wechseln. Für den im Zusammenhang mit den Klagen entstandenen Aufwand wird ein Pauschalbetrag in Höhe von 100 Euro bezahlt.
Wie zuvor geschah
Der Illwerke-vkw-Konzern hatte am 1. April den Strompreis für Haushaltskunden von 10 auf 24 Cent pro Kilowattstunde mehr als verdoppelt. Mit dem gleichzeitig eingeführten Stromrabatt des Landes und der Strompreisbremse des Bundes blieb der Betrag allerdings auch danach mehr oder weniger konstant.
Geschickter Kniff des Energiekonzerns
Manchen Kunden trieb die Steigerung dennoch die Zornesröte ins Gesicht - sie klagten mit dem Argument, dass Stromproduktion aus Wasserkraft kaum teurer geworden sei. Kurz darauf senkte der Konzern die Preise wieder, griff dabei aber zu einem geschickten Kniff: Wer den günstigeren Preis will, muss einen neuen Vertrag abschließen.
Dies legte den Verdacht nahe, dass der Energieversorger damit der Massenklage die Grundlage entziehen wollte. Eine bereits ausgesprochene Kündigung nimmt die Illwerke-vkw nun zurück.
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