Peter Gasteiger von der Pollinger Firma UAS Drone Technologies sprach über Einsatzgebiete von Drohnen, Sicherheit vor Hackern und wann es richtig teuer wird. Fest steht: Die Fluggeräte haben den heimischen Himmel längst erobert . . .
Kaum zu glauben, aber inzwischen sollen sich mehr als 100.000 Drohnen am heimischen Himmel tummeln. Vielfach sind es Drohnen bis 250 Gramm, die auch von Privaten ohne „Drohnen-Führerschein“ verwendet werden dürfen.
Immer wichtiger werden Anwendungen aber auch für Industrie, Luftüberwachung, Einsatzkräfte, Inspektion von Anlagen usw. Darüber referierte Peter Gasteiger, Geschäftsführer der Pollinger Vertriebsgesellschaft UAS Drone Technologies, vor dem Management Club Innsbruck (MC). Das Tiroler Unternehmen arbeitet mit namhaften Herstellern wie beispielsweise Parrot (Frankreich) oder HHLA Sky (Deutschland) zusammen.
Die Sicherheit vor Hackern kostet viel Geld
Gasteiger hatte einige der „fliegenden Augen“ mitgebracht, darunter eine deutsche Polizei-Drohne und eine Drohne, die von den ÖBB zur Inspektion des Schienennetzes eingesetzt wird, sowie auch ein – eigentlich winziges – amerikanisches Gerät, das aber besonders sicher vor Hackern ist. „Das schlägt sich extrem im Preis nieder, das Modell kostet rund 14.000 Euro“, sagte Gasteiger. Generell gelte, dass die Verschlüsselung und die Sicherheit, dass die Frequenz nicht von außen gestört werden könne, immer mehr Bedeutung habe. „Im Extremfall kann ein Hacker meine Drohne übernehmen und auch steuern“, verdeutlichte der Tiroler Experte.
Mehr als 250 Gramm, dann muss „Führerschein“ her
Für Privatpersonen unterliegt das Betreiben von Drohnen seit dem 31. Dezember 2020 einer EU-weiten Regelung. In Österreich muss für Fluggeräte ab 250 Gramm ein Online-Kurs absolviert werden. Es handelt sich um einen Multiple Choice Test mit 40 Fragen, der bei der Austro Control abzulegen ist, aber auch in den Bundesländern angeboten wird. Preis: 43,20 Euro.
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