Drei Jahre lang war es ruhig um den lila Drachen Spyro, der seit 1998 vor allem in Jump'n'Runs zu Hause ist. Nun kehrt er - als eine von vielen Figuren - im Actiontitel "Skylanders: Spyro's Adventure" zurück. Die Besonderheit liegt in den Spielfiguren: Sie werden über ein USB-"Portal" mit dem Game verbunden, der Spielfortschritt wird im eingebauten Chip gespeichert. So können die kleinen Spieler - vor allem auf sie zielt die Machart des Games ab - auch bei Freunden mit ihren eigenen Helden ins Geschehen einsteigen.
In der Packung finden sich drei Spielfiguren, 32 weitere können separat erstanden werden - zum stolzen Preis von acht Euro pro Stück bzw. 20 Euro für drei im Set. Sie schalten neue Areale frei. Diese sind, wie die Charaktere, in die Kategorien Erde, Feuer, Wasser, Luft, Zauber, Technik, Leben und Untote unterteilt. Wer lediglich das Starterpaket besitzt, kann mit den enthaltenen Figuren Spyro (Zauber), Gill Grunt (Wasser) und Trigger Happy (Technik) auch nur die zugehörigen Areale betreten. Auch herumliegende Schatzkisten mit neuen Fähigkeiten nach dem Levelaufstieg können durch diese Beschränkung nicht immer verwendet werden. So wird dem Spieler stetig vor Augen geführt, welche Möglichkeiten mit mehr Figuren offenstünden - ein Schachzug, der die elterlichen Nerven und Geldbörsen belasten könnte.
Altbekannte Story und viel zu entdecken
"Skylanders: Spyro's Adventure" erzählt die Geschichte der Welt von Skylands, die vom fiesen Kaos bedroht wird. Um den letzten Wächter zu unterstützen, ziehen die Skylanders in den Kampf. Doch Kaos verbannt sie auf die Erde, wo sie quasi eingefroren - eben als Plastikfiguren - sind, bis sie durch das beigelegte Portal in ihre Welt zurückkehren. Aus der isometrischen Perspektive erfüllen sie dann in einer dreidimensionalen Welt diverse Ziele, die zu Beginn erklärt werden. Daneben gibt es viele Gegenstände - etwa Seelensteine oder Hüte - zu entdecken, die verschiedene Boni verleihen. Gefundenes Geld wird in neue Fähigkeiten investiert.
Witzige Figuren und gelungene Grafik
Trotz der nicht eben originellen Story weiß sie die kleinen Spieler zu begeistern, man merkt, dass Autoren von "Toy Story" bei der Entwicklung mitwirkten. Zudem kämpft man sich zwar meist durch die Welt, doch es warten auch zahlreiche witzige Figuren, außerdem gilt es, einige Rätsel zu lösen und besagte Schätze aufzustöbern. Die Grafik ist knallbunt und zwar nicht ganz auf der Höhe der Zeit, aber mit zahlreichen hübschen Effekten und Animationen versehen.
Plattformübergreifender Multiplayer
Wer möchte, kann außerdem in drei verschiedenen Duell-Modi zwei Figuren gegeneinander antreten lassen. Mehr Spaß macht jedoch, dass jederzeit ein Freund mit seinem Wesen ins Spiel einsteigen kann - und das sogar plattformübergreifend! Figuren zu Freunden mitzunehmen, egal auf welcher Konsole diese spielen, sie aber auch zu tauschen oder sogar zu verschenken ist so problemlos möglich. Der Charakterfortschritt wird auf dem Chip in der Figur gespeichert, so geht kein Levelaufstieg verloren.
Fazit: "Skylanders: Spyro's Adventure" vereint traditionelles Spielzeug mit der virtuellen Welt - dass dies plattformübergreifend möglich ist, ist sehr löblich. Auch die bunte Welt, kindgerechten Kämpfe und witzigen Figuren sowie die umfangreiche Charakterentwicklung machen Spaß. Die Preisgestaltung hingegen ist fragwürdig: Für das Hauptspiel mit drei Charakteren allein werden 56 bis 60 Euro (je nach Konsole) fällig. Doch wer das Spiel zu hundert Prozent entdecken möchte, kommt um den Kauf weiterer Figuren nicht herum.
Plattform: PS3 (getestet), Xbox 360, Wii, PC
Publisher: Activision
krone.at-Wertung: 8/10
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