Donnerstagabend, Festsaal Landhaus Innsbruck. Zehn junge Menschen - herausgeputzt in feinster Manier - fiebern einer Entscheidung entgegen. Es geht um den Titel „Lehrling des Jahres 2022“. Fünf Burschen, fünf Mädchen. Sie werden per Kurzfilm präsentiert, stehen Rede und Antwort. Bei allen hat man das Gefühl, dass sie glücklich sind in ihrem Job. Dass sie reif sind bzw. heranreifen an die Berufswelt, in der sie noch viel vorhaben. Denn: Sie wissen, was sie tun.
Bei vielen Studenten hat man dieses Gefühl ja leider nicht. Nicht selten wird studiert, weil dieses Leben zumindest einige Jahre wesentlich verlockender ist, als täglich früh am Morgen aufzustehen und einem geregelten Job nachzugehen. Das ist das Dilemma an der aktuellen Entwicklung unserer Gesellschaft. Verantwortung übernehmen? Fehlanzeige! Pflichtbewusstsein und Verlässlichkeit an den Tag legen? Ebenfalls! Sich sozial engagieren? Wird auch immer seltener.
Letzteres ist mit Grundvoraussetzung, damit man überhaupt Lehrling des Monats und somit des Jahres werden kann. Sich engagieren, ob im Traditions- oder Sportverein, beim Kirchenchor oder in Hilfsorganisationen wie Feuerwehr und Rettung. Manche bringen gar mehrere Engagements unter einen Hut - Hut ab davor. Übrigens: Der Lehrling des Jahres erhält einen 500-€-Gutschein, Swarovski-Kristall und Torte. „Aber man hat ein gutes Gefühl, dabei zu sein und geschätzt zu werden“, brachten die zehn Kandidaten das Entscheidende auf den Punkt.
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